7. Juni 2014

VAGABUNDENKONGRESS - Theater Rampe :THTR RMPE: ab 7.6.14 16h

Vagabundenkongress



von Gregoria Gog


07. – 28. Juni 2014
Das Paradies ist nur hier in unserem Hirn, unserm Kopf verloren gegangen! Der Vagabund lebt jeden Tag wie am ersten Tage! Die Bruderschaft der Vagabunden ist da, die zu sammeln, die bisher allein den Weg gegangen sind. Erst wenn diese hohle, blöde, tödliche Welt kaputt ist, erst wenn die „Herberge für Alle“ hier auf Erden verwirklicht ist: dann erst ist unsere Mission erfüllt! Wohl an! Was wir bauen, ist: eine neue Welt! Und nun liebe Freunde, liebe Kumpels: sehet den strahlenden Himmel! Die Pracht dieses Sonnentages!
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Zu Pfingsten 1929 versammelte Gregor Gog, Anarchist, Sozialist, Kommunist aus Stuttgart 600 „Kunden“ von der Straße und Künstler zu einem „Vagabundenkongress“ auf dem Killesberg, um den aus der bürgerlichen Gesellschaft Ausgeschlossenen eine politische Stimme zu verleihen. Wir reaktivieren 85 Jahre danach dieses Ereignis. Vagabondage soll als Ästhetik und Praxis des Widerstands untersucht werden. Als permanenter Zustand der Exklusion, im Ausnahmezustand, kann sie als ein „dritter Weg“, jenseits von Revolution oder Reform, begriffen werden: Kann das Vagabundieren die institutionalisierte Demokratie aus ihren Grenzen lösen? Wie kann ästhetische Praxis festgefahrene Institutionen in Bewegung setzen? Liegt im utopischen Künstlerstaat ein Potential, das nicht zwangsläufig in Faschismus mündet oder kapitalistisch einkassiert wird?


Die Regisseurin und Kunstaktivistin Tanja Krone wird den Kongress in Nachfolgeschaft von Gregor Gog kuratieren und inszenieren. Mit Gregor Gogs historischer Streitschrift “Was will die Bruderschaft der Vagabunden?” lädt sie internationale Kunstaktivisten, Intellektuelle und Politaktivisten, sowie lokale Akteure, ein, im Theater Rampe eine “Herberge für alle” zu errichten. Es entsteht ein kollektives Kunstwerk, eine Skulptur des Protests und potentiell eine kritische Masse. Gesucht wird eine produktive Allianz zwischen Künstlern, Politaktivisten, Theoretikern und Bürgern.
In drei Wochen werden die Kunstaktivisten ihre Praxis als permanente Installation präsentieren, Interventionen in Stuttgart unternehmen und eine aktuelle Gegenfrage auf Gregor Gogs Streit-Frage „Was will die Bruderschaft der Vagabunden?“ versuchen.




7.6. 2014: Feierliche Eröffnung der Herberge

HERBERGSSALON

16.00-16:30 ÖFFENTLICHE PRESSEKONFERENZ von Gregoria Gog anlässlich der Eröffnung der „Herberge für alle“ .
17:00-17:30 SKYPE-KONFERENZ mit John Jordan
17:30-21:30 VAGABUNDENKÜCHE mit Marcus Bergmann von der Raeucherei
AB 21:30 DJ-PROGRAMM Vagabundenlieder gespielt DJanes und DJs der Stadt

   


REFUGIUM

AB 18:00 FILMVORFÜHRUNG „Landstraße, Kunden, Vagabunden“ von Klaus Trappmann in Anwesenheit desselben

   


SONNENTERRASSE

AB 16:30 BARBETRIEB
18:30-19:30 ANNA LIPPHARDT spricht zu euch

   


MUSIKZIMMER

19:00-21:30 BAND-PROGRAMM Vagabundenlieder gespielt von Kapellen der Stadt

   


EMPFANGSHALLE

AB 17:00 RENDEZVOUS mit den Vagabunden Akseli Virtanen, Artúr van Balen, Klaus Trappmann, Anna Lipphardt, der ehemaligen Rampen-Intendanz, den geladenen Künstlern, Tobias Yves Zintel und InselGrün

   
Vagabundenpass | Eintrittspreise werden vor den Veranstaltungen verhandelt

 Quelle: http://theaterrampe.de/stuecke/vagabundenkongress/

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
LOGO Land Baden-Württemberg
Der Vagabundenkongress findet im Rahmen des Literatursommers 2014 der Baden-Württemberg Stiftung – „Worte sind Taten“ statt.
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In Kooperation mit Akademie Schloss Solitude, Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung und Landesstiftung Baden-Württemberg). www.akademie-solitude.de www.boell.de www.boell-bw.de
AkademieSchlossSolitude_Logo_4C Druck HeinrichBöll_neu_RGB
Mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen und dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart. ifa_mit_rgb logo-wkv-2013

6. Juni 2014

Akademie Schloss Solitude & Vagabundenkongress

Veranstaltung: Akademie Schloss Solitude


SA, 7. bis Fr, 13. Juni 2014, ab 10-19 UHR

PROJEKTRAUM RÖMERSTRASSE 2, STUTTGART
Akseli Virtanen eröffnet im Rahmen des Vagabundenkongresses am THTR RMPE ein Büro der Robin Hood Asset Management Cooperative.


DI, 10. bis FR, 13. Juni 2014, 14-19 UHR
PROJEKTRAUM RÖMERSTRASSE 2, STUTTGART
n-1 seminar on Power at the End of the Economy mit Akseli Virtanen, Peter Pál Pelbart, Brian Massumi and Maurizio Lazzarato.

Details über den Ablauf der Initiative und die Öffnungszeiten des Büros unter: http://www.futureartbase.org/portfolio/robin-hood/; http://www.futureartbase.org/2014/05/23/power-at-the-end-of-the-economy/

EBENE 0 ab heute wieder offen - und noch größer und schöner


Ebene 0 //////////////////////////////////////////////////
//////////////// Projektraum Züblin-Parkhaus
Freitag ///////////////// 06. Juni/////////
Party //////////////////////// Wiedereröffnung
////// DJ Ken TM////////////
////////////////////////////////// ab 20 Uhr


"Die Ebene 0 macht wieder auf!"
DJ Ken the Man
06. Juni, 20 Uhr





Ein wunderbarer dritter Sommer im Projektraum im Züblin-Parkhaus steht bevor. Lasst uns feiern!

wie immer offen für Euch: URBAN GARDENING PARKHAUSDACH ZÜBLIN-PARKHAUS



Ebene 0 e.V.
Lazarettstr. 5
70182 Stuttgart
www.ebene0.dehttp://www.ebene0.de/
hallo@ebene0.de

www.facebook.com/EbeneNull

31. Mai 2014

EPISODE 4



Martina Geiger-Gerlach, "NIX"                                                                                  Foto: Kerstin Schaefer

Martina Geiger-Gerlach

NIX

– Martina Geiger-Gerlach stellt den Besuchern, den Teilnehmern und den Organisatoren von JUST eine Skulptur2go zur Ausleihe zur Verfügung. Das Wort „NIX“ liegt im Shop als tragbares Set bereit und kann mit Hilfe von Schraubzwingen und Aufbauanleitung am Ort des Bedarfs freistehend aufgestellt werden. Die Skulptur wird außerdem als unlimitiertes Multiple-on-Demand angeboten.
Ausleihzeiten: täglich 10–20 Uhr
Raum B
  
Zusammen mit JUST lädt Julia Döbele ein, das Gespräch mit fünf Repräsentanten des Kulturbetriebs zu suchen. Folgende Fragen stehen hierbei im Mittelpunkt: In welcher Infrastruktur bewegt sich das Leben der Kunstschaffenden? Welche Rolle spielen Kulturförderung, Urheberrecht oder KSK? Was ist uns künstlerisches Schaffen wert? Wie kann eine Zukunft aussehen und wie die gegenwärtige Überlebens-Realität beurteilt werden? Zu den fünf Gesprächsteilnehmern werden sich weitere fachkundige Gäste mischen, z.B. vom Pop Büro Baden Württemberg, dem Württembergischen Kunstverein oder dem Baden Württembergischen Tonkünstlerverband. Nach den Impulsreferaten der Gäste ist Raum für Auseinandersetzung und Fragen zum Thema.
Raum B
 
 

Uli Schmidt

Friss oder stirb

– Für eine Woche wird in einem vermeintlichen Planungsbüro „Neues“ erfunden. Als Leitbilder dienen sowohl die Wünsche Stuttgarter Bürger als auch utopische Projektskizzen namhafter Architekturbüros, die bei weltweiten Ausschreibungen entstanden sind. Das gemeinsame Motto ist der Ausgleich zwischen Kultur, Kommerz und Klima. Zur Finissage am Donnerstag, dem 5. Juni um 21: 30 Uhr, entscheidet sich, welche der Utopien überleben darf: Die Bilder werden durch Julia Döbele* versteigert; findet eine Arbeit seinen Käufer, ist das Bild und damit ein Stück nachhaltige Utopie gerettet; fällt der Hammer jedoch nicht, landet das Werk im Beton.
Raum C
 

Klasse Jankowski

– Vom 30. Mai bis einschließlich 12. Juni bespielen Studierende der ABK Stuttgart aus der Klasse von Christian Jankowski – zurzeit unter der Leitung von Mike Bouchet – die Calwer Passage. Die jungen Künstler werden in einem ehemaligen Verkaufsraum agieren, der ihnen während dieser Zeitspanne als gemeinsame Plattform dient. Aus dem Zusammenspiel der einzelnen künstlerischen Arbeiten werden sich so Beziehungen sowohl innerhalb dieses „Labors“ als auch nach außen hin in ihrer Entwicklung mit verfolgen lassen. Dabei bedienen sich die Künstler ganz unterschiedlicher Formen von Projekten, Ausstellungen, Seminaren oder Performances, um eine spannungsreiche Dramaturgie wechselnder Bezüge zu Raum, Zeit, Medien und Publikum entstehen zu lassen. 

Programm:

Aleksandra Beeker & Nataliya Gurevich

Full-body muscle work out with Manuel
Installation, Performance, Soundinstallation von Nataliya Gurevich
Manuel, ein kunstbegeisterter Fitnesstrainer erklärt, wie er immer fit bleibt. Die Tipps können die Besucher gleich umsetzen.
Sa 31.5., 20 Uhr

Nataliya Gurevich

Jongleur
Ein Schaufenster mit einem bekleideten Mannequin.
2.-7.6.

Min Bark & Elias Klett

„Quality Time“ – Ein Mutter-Sohn-Projekt
Künstler: Min Bark (Mutter), Elias Klett (Sohn) / Medium: Skulptur/Performance / Dauer: 5 Tage Min Bark macht ihre persönliche „quality time“ mit ihrem Sohn Elias Klett zu einer öffentlich zugänglichen Angelegenheit. Fünf Tage lang werden Mutter und Sohn täglich von 10–13:30 Uhr gemeinsam an einer Skulptur arbeiten.
1.–5.6.

Kyunghye Min

Education for „Delicate“
Finden Sie, dass Ihnen Feinfühligkeit fehlt, oder dass Sie mehr Feingefühl in sich haben sollten? Herzlich willkommen bei Education for „Delicate“! Jeder der Teilnehmenden bekommt zwei Essstäbchen, mit dessen Hilfe er Samen in eine Glasflasche transportieren soll. Die Übung besteht aus mehreren Niveaus. Je schwieriger der Grad, desto kleiner sind die Samen. Es wird um eine Anmeldung gebeten:dalbitzayu@naver.com
Mi 4.6., 19 Uhr

Dirk Reimes

Kunstspringen in der Calwer Passage: Angewandte Sportpsychologie für Künstler
Was haben Künstler mit Leistungssportlern zu tun? Dass es letzten Endes Kopfsache ist, wer erfolgreich ist oder nicht. Sportler holen sich Rat und Unterstützung bei Sportpsychologen – Hilfe, von der auch Künstler profitieren können. Dr. Tanja Hohmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft Stuttgart, wird in ihrem Vortrag im Besonderen auf die Wettkampfsituation eingehen, auf den Moment, wo es auf die bestmögliche Performance ankommt. Wie geht man mit der Anspannung und der Nervosität um, wie lässt sich die maximale Leistung abrufen? Dazu werden verschiedene Methoden und Techniken aus der angewandten Sportpsychologie vorgestellt und praktisch erprobt. Der „Sprung“ zur perfekten Performance soll damit gelingen!
Do 5.6., 20 Uhr

Andrea Éva Györi

Legalillanalyzis
Die von Andrea Éva Győri entworfenen Kunstwerke werden vom Politikwissenschaftler Jonas Löser performativ kommentiert.
Fr 6.6. 

A. Hernández Westpfahl

Kakteen im Diskurs
Am Samstag, den 7.6. um 19:00 findet in der Calwer Passage ein Kakteensymposium statt. Hierbei halten Kakteenexperten Vorträge über ihr jeweiliges Fachgebiet. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Kakteenfreunden Württembergs e.V. statt.
Sa 7.6., 19 Uhr 

Jan-Hendrik Pelz

personal data
Die Serie „personal data" enthält persönliche Dokumente von Jan-Hendrik Pelz aus den Jahren 1999–2014, welche vom Künstler handsigniert und nummeriert wurden. Die Arbeit besteht aus 100 Anschreiben, Arztbefunden, Kontoauszügen, Bankkarten, Liebesbriefen, Kündigungsschreiben, Ausweisen, Gerichtsschreiben, Urkunden, Zeugnissen, Anzeigen, Mahnungen, Amtsschreiben und Röntgenbildern des Künstlers. Jeder Besucher erhält ein Blatt der Serie.
So 8.6.

Johannes Stoll

o.T
Vom 8. bis 12. Juni lädt Johannes Stoll die Passanten der Calwer Passage dazu ein, ihren Besuch mit dem persönlichen Singsang des Künstlers untermalen zu lassen. Dazu baut der Künstler einen kleinen Stand auf, an dem die Passanten mp3-Player zur Verfügung gestellt bekommen. Zu hören sind Melodien, die während des Schlenderns durch verschiedene Ausstellungen inspiriert wurden und entstanden sind. 

Damaris Wurster

Schrebergärtlein
Ein Schrebergärtlein ist ansehnlich, heimelig und gibt einem das Gefühl der Naturverbundenheit. Doch ein Schrebergärtlein ist auch begrenzt, voller Regeln und eine vom Menschen erschaffene Natur, die unter strikter Aufsicht des Kollektivs steht. Die Installation wirft einen Blick auf das Kollektiv, dass versucht Andersdenkende zu verändern. Erziehungsmaschinen, die einst Moritz Schreber erfunden hat, dienen hier als Projektionsfläche für die Gedanken der Künstlerin.
9.–10.6.

SD Drua

What is Stuttgart – Was ist Stuttgart
Sculptures, paintings, video and performing Mozart Pino. SD Drua und Josef Maria Pino Liobner und Freunde. Aus ist Kunst.
Do 12.6.
Raum D
 
 

Michael Blättler, Michael Hiltbrunner & Eva Kurz

Rebell Yell - Killjoy!

– Ohne eine Einladung des Journals für Kunst, Sex und Mathematik haben wir uns für diese Präsentation von Positionen aus Zürich auf den Gegensatz fröhlichen Übermuts mit Sex, Rock und Moped von Eva Kurz versus konzeptuelle Verspieltheit mit Aleatorik und Algorithmus von Michael Blättler eingeschossen. Lösen wir die Mathematik aus der Verkopftheit und die Sexualität aus der Borniertheit, ergeben sich schöne Momente der Lust, der Begierde, des Ichs, Saitenanschläge für extravagante Vagabunden, wie Max Stirner sie nannte, aber auch eine Ausgeglichenheit dieser Erregung. Die Erotik des Glückswürfels wird spürbar und auch die algorithmische Klarheit von Körperlichkeit in der Gesellschaft. Wir befinden uns, das ist das Ziel, in einem bestimmten Schwebezustand. Michael Blättler zeigt die Objektreihe Killjoy #1–6, 2014 mit sechs Rubik’s-Cube-Bausätzen. Die sonst mehrfarbigen Würfel sind hier als monochrome Reihe konzipiert und bilden so eine Hommage an den 40. Geburtstag des 3D-Puzzles von Ernő Rubik. Mit Rebel Yell Fotografien präsentiert Eva Kurz zum einen ein als Wandtapete realisiertes Diptychon mit einem männlichen Akt und zum anderen eine Zusammenstellung von rund hundert Kleinbildfotografien von sinnlicher bis obszöner Individualität.
Fr 30.5., 19.30 Uhr
Michael Blättler: Zufallskomposition #7, 2014 für sechs Kompaktkassetten bespielt mit Sinustönen
Michael Hiltbrunner: die szenische Lesung o.T. (Isou et les Isouiens) umfasst eine Textcollage aus der obszönen Publikation Isou ou la mécanique des femmes (1949) des Künstlers und Begründers des Lettrismus, Isidore Isou (1925–2007), und ein Rasselsolo.
Raum E
 

Sabrina Schray & Valentin Leuschel

CIS Performance Showreel - Körper, Verlangen und Furcht

– Adonis und Amazone sind zu Ende gedacht, in ihrer Reinform selbst schon Zerrspiegel des dichotomen Geschlechterbilds der Heten. Das anbetungswürdige Maskuline? Schwul. Der Mann braucht keine Anbetung, er erobert. Und das selbstbestimmte Feminine? Butchy. Die Frau präsentiert sich heute zwar als selbstständig, modifiziert ihren Körper aber dennoch nach dem einheitlichen Ideal der schönen Schwachen, die den Mann in seiner Überlegenheit nicht gefährdet, sonder schmückt.
Eine Musikvideoproduktion mit Casting, Training/Konditionierung, Showreel

Programm:

Fr 30.5., ab 19 Uhr
OPEN CALL casting
Sa 31.5., 13–15 Uhr
Training für die Gruppe ADONIS
So 1.6., ab 15 Uhr
OPEN CALL casting
Mo 2.6., 18:30–20:30 Uhr
Training für die Gruppe AMAZONE
Mi 4.6., 21:30–22:30 Uhr
Auftritt AMAZONE
Do 5.6., 21.30–22.30 Uhr
Auftritt ADONIS
Raum G
 

Kilian Kretschmer

Hors d’oeuvre (2014), Kopie (2014), Steinzeit (2012), Beatmikado (2012)

– Hors d’oeuvre ist eine 3-Kanal 3D-Videoinstallation. Sie zeigt auf dokumentarische Art wie eine Foodstylistin (Carla Kiefer) und ein Fotograf (Oliver Bartenschlager) Lebensmittel in ihrem Studio für eine Fotografie herrichten. Auf zwei Projektionsflächen außerhalb eines Ladenraumes laufen zwei Videos jeweils aus der Perspektive des linken und des rechten Auges. Diese spiegeln sich auf zwei im Winkel stehenden Schaufenstern wider und ergänzen sich zu einem einzigen dreidimensionalen Video, wenn sich der/die Betrachter/in nahe genug an die verbindende Kante zwischen den Fenstern stellt. Die Videoinstallation führt nicht wie ein Blick hinter die Kulisse zur Desillusionierung. Im Gegenteil: durch die Art der Darstellung zeigt sie das Verhältnis der Fotografie und ihrer Entstehung aus einem irrealen Blickwinkel. Kopie ist eine 1-Kanal Videoinstallation. Sie ist ein direkter Vergleich zwischen einem Spiegelbild der Wirklichkeit und einer medialen Darstellung. Beides zusammen stellt eine Kopie von Man Rays "Indestructible Object (or Object to Be Destroyed)" dar. Zu sehen ist ein tickendes Metronom auf einem Monitor. Jedoch steht das Pendel still und das Metronom sowie der Hintergrund bewegen sich. Auf dem Monitor an der oberen Hälfte des Pendels klebt ein kleiner Spiegel, der genau so groß ist, dass sich nur ein Auge der Betrachterin/des Betrachters in ihm spiegelt. Zwei Videos, eines für das linke und eines für das rechte Auge, laufen synchron. Kombiniert ergeben sie ein dreidimensionales Bild. Die Videos zeigen Kilian Kretschmer als Bildhauer, wie er einen Stein bearbeitet. Er zerkleinert ihn bis zur Hälfte, was für das linke Auge gefilmt wurde. Das zweite Video, in welchem er den Stein so weit zerkleinert, bis er nicht mehr da ist, ist für das rechte Auge gefilmt. Bei Steinzeit zeigt Kretschmer das Video für das linke Auge vorwärts und das Video für das rechte Auge rückwärts laufend. Der Stein wird hierdurch zunehmend dreidimensionaler. Am Ende der Videos ist die Hälfte des Steins komplett in 3D wahrnehmbar. In der Videoarbeit Beatmikado entsteht ein echtes Chaos aus Schlagstöcken. Die Arbeit entstand in Kollaboration mit Steffen Moddrow am Schlagzeug. Raum H
 

Hansjörg Mattmüller & Serge Stauffer

o.T. (Volano) – Happenings der Klasse F+F

– Ein Film von Hansjörg Mattmüller und Serge Stauffer, 2 Normal-8-Filme, ohne Ton, 1969, je 9.22 min. Courtesy Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek Bern. Die Klasse F+F der damaligen Kunstgewerbeschule Zürich hielt sich vom 15. bis 24. September 1969 für eine Arbeitswoche im Haus der Künstlerin Elsi Giauque in Volano (IT) auf. Die beiden Hauptlehrer Serge Stauffer und Hansjörg Mattmüller drehten zu den Happenings einen Film, wie sie Doris Stauffer mit den Studierenden seit Frühjahr 1969 wöchentlich im Kurs „Teamwork“ realisiert hatte. Der Normal-8-Film ohne Ton, von Stauffer mit Augenbinde blind gefilmt, wird im Original auf zwei Monitoren parallel gezeigt. Der Kurs Teamwork wurde schon im Herbst von der Schulleitung beendet und bildete einen wichtigen Grund für den Austritt unter Protest von Klasse und Lehrenden der F+F aus der Schule Anfangs 1970. Aus dieser Klasse ging 1971 die F+F Schule für experimentelle Gestaltung hervor, an welcher in den Gründungsjahren freie Gestaltungspädagogik, experimentelle Kunst und Kunst als Forschung auf einmalige Weise zusammentrafen. Der Film wurde beim Erschließen des Archivs von Serge Stauffer gefunden und von Michael Hiltbrunner 2013 in der Ausstellung serge stauffer – kunst als forschung im Helmhaus Zürich erstmals wieder gezeigt.
Raum L
 

Kunstbüro BW

Vortrag um 18 Uhr: Projektförderung im Bereich Bildende Kunst und deren rechtliche Rahmenbedingungen

Viele künstlerische Projekte sind bewusst temporär angelegt, so dass die beteiligten Akteur/innen nur für einen begrenzten Zeitraum zusammenarbeiten. Gleichzeitig sind innovative Projekte im Bereich der Bildenden Kunst essentiell auf die Finanzierung durch öffentliche Mittel angewiesen. Um entsprechende Fördergelder beantragen zu können, müssen Anträge jedoch von einer als gemeinnützig anerkannten juristischen Person gestellt werden. Künstler/innen stellt diese Tatsache immer wieder vor die Frage, in welchem Verbund sie agieren wollen, um größtmögliche Freiheit für kreative Kooperationsformen zu bewahren und dennoch öffentliche Fördergelder beantragen zu können. Der Vortrag von Klaus-Dieter Wülfrath, Fachanwalt für Steuerrecht aus Karlsruhe, stellt inhaltliche Details verschiedener Rechtsformen (GbR/e.V./UG) auf dem Gebiet des Zivil- und Steuerrechts vor, deren Vor- und Nachteile mit dem Publikum und Gästen aus Kulturverwaltung und Kunstszene erläutert und diskutiert werden sollen.

Als Gäste und Diskussionspartner anwesend:
Gerd Dieterich, Kulturamt der Stadt Stuttgart
Kerstin Schaefer, FUKS – Freie Unabhängige Künstler Stuttgart
Demian Bern, Interventionsraum e.V.
Um eine verbindliche Anmeldung zur Veranstaltung unter info@kunstbuero-bw.de wird bis zum 31.05.2014 gebeten.

Raum M
 

Kunstbüro BW

Vortrag um 18 Uhr: Lost in Insurance – Das Wichtigste zur Kunst- und Künstlerversicherung

Gegensätzlicher könnten zwei Fachgebiete kaum sein: Die Kunstwelt und die Versicherungswelt. Dennoch gibt es Berührungspunkte dieser beiden, scheinbar unvereinbaren Welten: Dann nämlich, wenn Kunst versichert werden muss und kreative Versicherungslösungen erforderlich sind. Doch welche Versicherung ist sinnvoll? Worauf sollte man vor Abschluss einer Versicherung achten? Wie werden Versicherungswerte ermittelt und wie können diese mit Verbindlichkeit Bestandteil des Versicherungsschutzes werden? Welches Verhalten ist im Schadenfall angemessen? Wer unterstützt im Schadenfall? In ihrem Vortrag bietet Cornelia Braun, UFB:UMU (Union freier Berufe und mittelständiger Unternehmen) aus München, einen Überblick über die Facetten der Kunstversicherung, den allgemeinen Versicherungsbedarf freischaffender Künstler/innen oder Galerist/innen und bietet die Möglichkeit zur Diskussion über versicherungstechnische Fragen. Um eine verbindliche Anmeldung zur Veranstaltung unter info@kunstbuero-bw.de wird bis zum 31.05.2014 gebeten.
Raum M
 

Claudia Strohm

Der andere Uns

– Kleider werden heute nur noch selten in Europa direkt produziert. Stattdessen werden sie häufig preisgünstig und unter schlechten Arbeitsbedingungen in Asien hergestellt. Nicht mehr getragene Kleider werden beispielsweise in Deutschland vielfach in dafür vorgesehene Altkleidercontainer geworfen, welche im nächsten Schritt weiter nach Afrika geschickt werden. Anders als von den Spendern erdacht, werden die textilen Containerladungen dort an Zwischenhändler verkauft, die damit ihre Geschäfte machen. Die ansässige Textilproduktion wird durch diese günstigen Kleidertransporte ruiniert. Claudia Strohm initiiert in der Calwer Passage ihre eigene Altkleidersammlung und näht daraus neue Kleidungsstücke. Mit ihrer produktiven Präsenz in der Passage richtet sie sich an die hiesigen Öffentlichkeiten und sucht den Diskurs über die dunklen Seiten des „fair trade“.
Mi / Do 19:30 Tanzperformance von Franck Bakekolo und Petra Stransky
Raum M
 

FUKS-Treffen

18–20 Uhr

Im Rahmen des monatlich stattfindenden FUKS-Treffens stellt die Stuttgarter Künstlerin Claudia Strohm den Tänzer und Choreograf Franck Bakekolo vor. Der Künstler wird seine kürzlich in Frankreich, Deutschland, England, Kongo und Kamerun realisierten Tanz- und Performanceprojekte präsentieren. Der aus Kongo stammende Tänzer und Choreograf lebt in Brazzaville (Kongo) und Straßburg (Frankreich).
Raum M
 
 
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Audiotake zu JUST von Astrid Schindler:

SWR2 Tandem Rakete Live


Sendung vom Mittwoch, 28.5. | 19.20 Uhr | SWR2

Mit dem Ratespiel zum Mitmachen
Junge Leute im Gespräch
Moderation: Bernd Lechler
Studiogast: Astrid Schindler, Grafikkünstlerin aus Stuttgart


Astrid Schindlers Arbeiten sind "raumgreifend", wie sie selber schreibt. Dafür ist das Projekt JUST in der Stuttgarter Calwer Passage der ideale Ort. Vor der Renovierung der Einkaufspassage präsentieren dort Stuttgarter Künstler jede Woche neue Projekte. Astrid Schindler ist mit ihren Arbeiten im Juni dran.
Sie hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, darunter auch im Kunstmuseum Stuttgart. Ihre Kunst charakterisiert sie so: Klare Kanten und geometrische Strenge vermitteln den Eindruck einer industriellen Fertigung. Dabei geht es mir nicht in erster Linie darum, zu erzählen oder zu illustrieren, sondern der Betrachter soll eigene Bezüge aus seiner alltäglichen Erfahrung herstellen.
Homepage von Astrid Schindler: www.astridschindler.de

An jedem letzten Mittwoch im Monat spielt der Tandem-Rakete-Moderator mit seinem Studiogast und den Hörern das Spiel "Sprücheraten". Darin geht es um prominente Sprüche oder Sprüche von Prominenten. Ein Beispiel: vom ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger stammt der bedeutende Satz: "Der Ball ist rund…". Und wie ging er weiter? Unser Gast muss raten, und Sie legen ihn aufs Kreuz mit Sprüchen, die Sie erfinden. In diesem Fall heißt die richtige Lösung, " … und das Spiel dauert 90 Minuten". Schicken Sie uns Ihre Vorschläge über diskussion.tandem@swr.de oder rufen Sie uns am Tag der Sendung ab 19.20 Uhr an: 07221-2000.
 

30. Mai 2014

Hain der Kulturen in Kirchheim/Teck: Performance 30. Mai und 1. Juni 2014

HAIN DER KULTUREN


KIRCHHEIM UNTER TECK



Im Rahmen des Projekts GARTEN EDEN der Kulturregion Stuttgart wird 

am Sonntag, 1. Juni 2014, ab 15.00 Uhr 

der HAIN DER KULTUREN im Bürgerpark Herrschaftsgärten in der Jahnstrasse in Kirchheim unter Teck eingeweiht.


Die Eröffnungsveranstaltung im HAIN DER KULTUREN wird von 
zwei künstlerischen Beiträgen begleitet:

Kerstin Schaefer (Stuttgart) und die in Saarbrücken und Istanbul lebende Künstlerin Barbara "Billy" Bürckner interpretieren in ihren künstlerischen Aktionen den Garten Eden als multikulturellen Ort der Kommunikation und des Austauschs.

"Heimat, Vogelfrei, Gänseblümchen"

Ein Beteiligungsprojekt von Kerstin Schaefer (Stuttgart)


Kerstin Schaefer hat bei den Bürgern Kirchheims Ableger von Pflanzen gesammelt, die sie im "Hain der Kulturen" im neueröffneten Bürgerpark an neu zugezogene Kirchheimer vergibt. Besonders möchte die Künstlerin Migranten und Flüchtlinge einladen, sich eine Pflanze für ihr neues Zuhause abzuholen - als Zeichen für ein lebendiges Willkommensein und Wurzelschlagendürfen!

Erkennungsmerkmal: Kerstin Schaefer steht an einer bunten Schubkarre mit einer rosa Giesskanne ganztags im "Hain der Kulturen" und nimmt Pflanzen in Töpfchen entgegen und gibt sie an Passanten weiter. Hier ist Platz für jeden und auch für Gespräche und Geschichten. Die Schubkarre wird als Ort des Pflanzentausches im Park fest installiert.
                                                                                                                               Foto: Kerstin Schaefer

Kerstin Schafer wird am 1. Juni 2014, von 11 -18 Uhr im Bürgerpark / Hain der Kulturen mit ihrer Pfanzensammel- und Tauschschubkarre für Sie unterwegs sein.


Adresse: Bürgerpark Herrschaftsgärten Jahnstraße 
73230 Kirchheim unter Teck
Öffnungszeiten: Der Bürgerpark Herrschaftsgärten ist frei zugänglich.
Eintritt: Der Eintritt ist frei.


Stadtstärkung

Eine Aktion von BARBARA BILLY BÜRCKNER, Saarbrücken/Istanbul


Stadtstärkung durch Tee und Pflanzen.


Tee stärkt die Bewohner.
Pflanzen stärken die Stadt. 

Eine Tee- und Pflanzaktion für Kirchheim unter Teck 
zur Eröffnung „Hain der Kulturen - Bürgerpark Herrschaftsgärten“ 
am 1. Juni 2014  ab 11 Uhr.

Barbara Billy Bürckner wird mit einem Teewagen am 1. Juni ganztägig im Bürgerpark unterwegs sein und an verschiedenen Orten Halt machen, um dort Tee an Passanten auszuschenken. Das gemeinsame Teetrinken ist in südlichen Ländern ein Begrüßungsritual, das verbindet und Anlass zu Gesprächen gibt.
Jede(r), der am Teeritual teilnimmt, erhält als kleine Gabe ein Päckchen Ringelblumensamen, die er/sie an den Boden der Stadt Kirchheim weitergeben soll. 

"Schwarztee wirkt anregend, Ringelblumentee hat antiseptische und heilende Eigenschaften. Als Mischung sind diese beiden Teesorten ein Stärkungsmittel und bringen Geist und Körper in Schwung. Die Bewohner Kirchheims sind eingeladen, gemeinsam im Hain der Kulturen eine erfrischende Tasse Tee zu genießen". (BBB)

"Geben Sie die aktivierende Wirkung an die Stadt Kirchheim unter Teck weiter. Verteilen Sie Ringelblumen an einem Ort Ihrer Wahl und beleben Sie dieses Fleckchen Erde. Die Blumen werden sich zusammen mit dem „Hain der Kulturen“ positiv auf die Stadt und die Bewohner auswirken". (BBB)

Bitte schicken Sie ein Foto und/oder eine Angabe zum Ort Ihrer 
Auf dem Stadtplan unter www.stadtstaerkung.de können Sie dann verfolgen wo überall in Kirchheim unter Teck Ihre Blumen blühen.

Barbara Billy Bürckner // www.stadtstaerkung.de
Eine Veranstaltung der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck in Zusammenarbeit mit dem Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus, Kirchheim unter Teck.

28. Mai 2014

EPISODE 3 UND EPISODE 4 JUST CALWER PASSAGE STUTTGART

Christa Munkert Plakatübermalung Detail                                                                           Foto:Kerstin Schaefer
Herzliche Einladung zur 3. Finissage _EPISODE 3_ am Donnerstag,dem 29. Mai 2014 ab 19 Uhr und


Herzliche Einladung zur 4. Vernissage _EPISODE 4_ von "JUST-Episoden in der Calwer Passage" am Freitag, dem 30. Mai 2014 ab 19 Uhr mit folgenden Künstlern:


Min Bark
Franck Michel Bakekolo
Aleksandra Beeker
Michael Blättler
Julia Döbele
SD Drua
Martina Geiger-Gerlach
Nataliya Gurevich
Andrea Éva Győri
Michael Hiltbrunner
Eva Kurz
Kilian Kretschmer
Anette C. Halm
Valentin Leuschel
Jan-Hendrik Pelz
Kyunghye Min
Dirk Reimes
Bernd Schlechters
Uli Schmidt
Charlie Stein
Johannes Stoll
Alicia Hernández Westpfahl
Damaris Wurster
Sabrina Schray
Claudia Strohm

23. Mai 2014

EPISODE 3! JUST - Freitag, 23. Mai - Donnerstag, 30. Mai 2014 CALWER PASSAGE STUTTGART


 
“Du bist soo schön!“ Plakatübermalung von Christa Munkert - Raum G  Foto: Christa Munkert                  UND KOCHEN KANN SIE AUCH: Jeden Mittag gibt es vegane Suppe für 3 €.

HERZLICH WILLKOMMEN

EPISODE 3
(von 6) in der Calwer Passage.



Die beteiligten Künstler sind:
Hannes Grassegger
Amanda Moore & Kristof Gavrielides
Andreas Bär
Elsa M´bala
Christa Munkert
Kestas (Kestutis Svirnelis) 
Die Stadtisten
Renate Liebel


Programm EPISODE 3 unter: 
www.just-here.org/kalender.html


www.just-here.org







Hannes Grassegger

Das Kapital bin ich

– Schluss mit der digitalen Leibeigenschaft Erscheinungsdatum: 30. Juni 2014 Verlage: Kein & Aber, Zürich/Berlin
„Wenn persönliche Daten das Erdöl des 21. Jahrhunderts sind – warum bin ich, die Quelle dieser Daten, dann nicht auch der Ölscheich?“ Statt uns vom Web um unser Privatleben betrogen zu fühlen, sollten wir uns über die überwältigende Nachfrage danach klar werden. Das neue Erdöl, der Content, Big Data – das sind wir. Hannes Grassegger zeigt auf, wie wir uns aus der selbstverschuldeten „Digitalen Leibeigenschaft“ befreien, zu einem neuen Selbstbewusstsein finden und an unserem digitalen Leben verdienen. Raum B
 

Amanda Moore & Kristof Gavrielides

JUST Shopping: Phase II

– A research project by Amanda Moore and Kristof Gavrielides
This project was initiated during the first week of JUST. Every day from 12 PM to 8 PM passerby were invited into “the Shop” to talk about shopping, consumption and related topics. Beginning with the question, “What is your favorite product or advertisement?” over 80 responses were collected. These products were then researched in the internet and the associated commercials were downloaded as material for further development of the project. As a means of analysis, Amanda Moore and Kristof Gavrielides developed a series of questions, a survey for the public (the consumer) and simultaneously deconstructed the collected videos and developed a tool for re-interaction. For the third week of JUST, Gavrielides and Moore will continue to develop the project. The initial goal of this project was to analyze, to develop an understanding of the consumer. In this second phase, through a different kind of interaction with these materials, the consumer has the potential to understand himself. Raum C
 

Andreas Bär

Projektionen

– Was haben Feinstaubwerte an der Theodor-Heuss-Straße mit Conchita Wurst zu tun?
Warum flaniert Walter Benjamin durch die Passage zu Rose Selavy? Warum erinnert der Boden in der Calwer Passage mehr an ein Mühlespiel als an ein Schachbrett?
– Fragen über Fragen.
In seinen Dia-Projektionen setzt der Künstler Andreas Bär die örtlichen Gegebenheiten in Relation zur Kunstgeschichte und entwickelt für die Passanten im Vorübergehen ein Vexierspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Raum D
 

Elsa M´bala

Konversationen/Conversations

– Mit einem Loop-Gerät nimmt die Künstlerin Elsa M'bala Rasselklänge, Melodien, Text-, Gesang- und Geräuschsplitter auf. Sie vermischt Fragmente ihrer kulturellen Identität aus Kamerun und Deutschland mit persönlichen Kommentaren zu ihrer Generation.
Das Loop-Gerät als Zwischenspeicher des kulturellen Transfers, zwischen Tradition und globaler Simmultanität erzeugt neue Konstellationen der Erzählung.
Raum E
 

Christa Munkert

Plakatübermalung im offenen Atelier

– Die Künstlerin Christa Munkert fragmentiert die Bilder, Texte und Zahlen von Werbebotschaften mit ihrer Plakatübermalung.
Der oberflächliche Glanz der Werbung bricht auf, Gegensätze stellen neue Bezüge her und stellen überspitzt die Hinterlist des Konsums dar. Raum G

Wochenprogramm offenes Atelier Raum G siehe unten -please scroll down-

 

 

 

Oliver Herrmann

Autokino

– Video 4:44 min, Loop ohne Ton 2005
Die Videoinstallation von Oliver Herrmann zeigt ein Autokino, dessen Leinwand weiß strahlt. Ein massiver Zaun trennt das Innere des Areals, er verwehrt unserem betrachtenden Blick den Zutritt. Das mögliche Geschehen des Kinoareals bleibt dem Betrachter verborgen. Die Leinwand bildet eine Leerstelle, die alles enthalten kann. Die Szene ist ruhig, nur minimal bewegen sich die Bäume im Wind. Die einzige Verbindung ins Innere wird durch eintretende Personen markiert. Doch die Frage warum diese Personen bei einem sonnigen Tag ein Autokino besuchen bleibt offen.

Raum H
 

Die Stadtisten

Im Rahmen von JUST-Episoden in der Calwer Passage bespielen die Stadtisten einen Raum.

Do.29.05. ab 19:00 Uhr
Als Gäste mit dabei:
Jonas Bolle und Simon Kubat - Live-Hörspiel
Die kritische Begleitung (Eva Graeter, David Stützel, Putte) - Improvisierte Musik
Beatrice Bacher - Singer/Songwriter
Joe Bauer - Lesung
Tino Bomelino - Comedy/Musik
Sakee Namazake - Live-Painting
Zeitschleife Visuals - Visuals

Raum M
 
 

Renate Liebel

Schlauchgewächs

– Die Künstlerin Renate Liebel verbindet industriell hergestellte Materialien mit gewachsenen Objekten zu hybriden Raumelementen.
Die vorgefundenen, räumlichen Situationen sind Ausgangspunkt ihrer Bepflanzung.
Aus den Löchern im Boden werden Baum-, Ast- und Buschversatzstücke wachsen, in die sich schwarze Schläuche ranken und langsam den Raum durch ihr Volumen verschlingen.

Raum M
 
CHRISTA MUNKERT: SUPPE & KUNST, Calwer Passage, Raum G                                                                                                           Foto: Kerstin Schaefer