15. Juni 2018

FREITAG, 15.6.2018 19h RAUMWUNDER FINALE IN PLIENINGEN!! TSCHÜSS RAUMWUNDER!


TSCHÜSS RAUMWUNDER!
FREITAG / 15.06.2018 / 19.00 UHR
Karlshofstraße 42 / 70599 Stuttgart
Mit Daniela Wolf, Christa Munkert, Ellen Rein, Ivan Zozulya,
Tillmann Damrau, Peter Haury, Martina Geiger-Gerlach
und den KIDS OF ADELAIDE
Herzliche Einladung zum rauschenden Abschiedsfest des Plieninger RAUMWUNDERs!
Mit einer Gemeinschaftsausstellung aller beteiligten KünstlerInnen, der Präsentation
des druckfrischen RAUMWUNDER-Buches, einem internationalen Buffet und einem 
musikalischen Highlight verabschieden wir uns aus dem Stadtteil. Nach zwei Jahren 
erfolgreicher Zwischennutzung zweier leerstehender Wohnungen, als Rückzugswohnung 
für Geflüchtete, als unkonventioneller Ausstellungsort und als Offenes Haus für 
interkulturelle Begegnungen, rücken nun die Abrissbagger an…



Quelle:

Bevor die Abrissbagger anrücken und das Projekt endet, wird es im „Raumwunder“ von Stuttgart-Steckfeld am 15. Juni noch eine Gemeinschaftsausstellung mit Wohnzimmerkonzert geben. Martina Geiger-Gerlach vor dem Gebäude Karlshofstraße 42 Foto: Schwieder

Plieningen - Nach zwei Jahren Laufzeit ist für das Projekt „Raumwunder“ im Steckfeld Schluss. Noch in diesem Jahr werden die Abrissbagger anrücken, um die Mehrfamilienhäuser des Siedlungswerks Stuttgart abzureißen. Mit einem rauschenden Fest, so hat sich Initiatorin Martina Geiger-Gerlach vorgenommen, werden sich die Beteiligten vom Steckfeld verabschieden. Zu feiern gibt es einiges, denn das Projekt, das zugleich ein Rückzugsort für Geflüchtete und ein ungewöhnlicher Ausstellungsort war, hat viele Diskussionen angeregt. Das Thema Leerstand auf dem Wohnungsmarkt, so sind sich alle Beteiligten einig, wird die Stuttgarter noch lange begleiten.
Hand in Hand renoviert

Das „Raumwunder“, so fasst Martina Geiger-Gerlach in einem Rückblick zusammen, hat viel Kraft und Zeit gekostet, doch die Erfahrungen waren überwiegend positiv. Schade sei nur, so findet die Plieninger Konzept- und Performance-Künstlerin, dass parallel nicht weitere Wohnungen bewohnbar gemacht wurden. Beim Eigentümer, dem Siedlungswerk, rannte die Künstlerin vor zwei Jahren mit ihrer Idee zumindest offene Türen ein. Schnell wurde ein Mietvertrag vereinbart, wobei das städtische Liegenschaftsamt als Mieter auftrat, auf die Betreiber aber kaum Kosten zukamen. Die Miete: kostenlos. Die Stromkosten: vom Sozialamt bezahlt. Alle weiteren Nebenkosten hat das Siedlungswerk selbst übernommen. Bei der Renovierung arbeiteten Geflüchtete und Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlinge Plieningen und Birkach Hand in Hand. Gemeinsam gestalteten sie eine leer stehende Vier-Zimmer-Wohnung im Gebäude Karlshofstraße 42 nach einem Farbkonzept der Initiatorin. Wenig später wurde eine zweite, nicht renovierungsbedürftige Wohnung als Lernort für Asylbewerber eingerichtet.
Wohnung für Geflüchtete und Ausstellung in einem

Von da an durften Geflüchtete in unterschiedlichen Konstellationen die Wohnung als zeitweiligen Rückzugsort nutzen. Meist handelte es sich um zwei bis vier Wochen Erholung von der Enge der Flüchtlingsunterkünfte. Da war die Familie, die sich mit Verwandten aus anderen Bundesländern traf. Da gab es die Alleinerziehende, die mit ihren Kindern Ruhe suchte und das Bad mit Badewanne genoss. Da waren die Freunde, die gemeinsam kochten.
Ein Rückzugsort wird gelegentlich öffentlich

Etwa einmal im Monat, jeweils bei einem Mieterwechsel, gestaltete ein anderer Künstler die Räume neu. Für einen Freitagabend öffnete sich dann die Wohnung für alle, und das „Raumwunder“ wurde zu einem Ausstellungsort und Konzertraum zugleich. Musikalisch waren an diesen Wohnzimmerkonzerten vor allem junge Musiker aus der Region beteiligt. „Da gibt es überraschend viele allein in Plieningen“, hat Geiger-Gerlach festgestellt, dass ihr Konzept aufgegangen ist: Im „Raumwunder“ sollten diverse Generationen, Herkunftsländer, Sprachen und kulturelle Hintergründe zusammenkommen. An einem Abend kam sogar ein ehemaliger Bewohner vorbei, der dort seine Kindheit verbracht hat, und zeigte Familienfotos.
Ein neuer Blick auf die Kunst

Die Suche nach geeigneten Künstlern, die ehrenamtlich am „Raumwunder“ mitarbeiteten, erwies sich als unerwartet schwierig. „Man darf nicht vergessen, dass manche der Geflüchteten traumatisiert sind“, sagt die Initiatorin, „die Arbeiten durften nicht zu deprimierend sein, aber Ferienwohnungs-Deko konnten wir auch nicht brauchen“. Manches, was sie selbst als harmlos eingestuft hätte, löste bei den zeitweiligen Bewohnern Erinnerungen an den Krieg aus, manches war ihnen sehr ungewohnt. Doch das Angebot sollte sich gleichermaßen an den Intellektuellen aus Aleppo richten wie an diejenigen, die aufgrund ihres Bildungshintergrunds das Konzept Kunst und Wohnen nicht gleich nachvollziehen konnten. Sie selbst, meint Geiger-Gerlach, habe einen ganz anderen Blick auf die Kunst bekommen.
Unbürokratische Zwischennutzung

Für die Zukunft würde sie sich wünschen, dass der Gesetzgeber mehr Möglichkeiten zur unbürokratischen Zwischennutzung leer stehender Räume schafft. Da die Verfahren oft sehr lange dauern, Eigentümer aber schlecht ihren langjährigen Mietern kündigen können, um dann zeitweilig an Flüchtlinge zu vermieten, kommt es trotz leerer Wohnungen zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt. Das „Raumwunder“ war im Grunde ein Kunstgriff: Die Wohnung wurde zur sozialen Plastik erklärt, mit deren Existenz auch auf solche Leerstände aufmerksam gemacht wurde. „Kunst kann tatsächlich etwas bewegen“, freut sich Geiger-Gerlach.

Bevor die Abrissbagger anrücken, wollen sich die Beteiligten des Projekts „Raumwunder“ mit einer Gemeinschaftsausstellung und einem Wohnzimmerkonzert verabschieden. Das Abschlussfest an der Karlshofstraße 42 beginnt am Freitag, 15. Juni, um 19 Uhr. Das traditionelle Wohnzimmerkonzert bestreitet an diesem Abend die Plieninger Band Kids of Adelaide (Gitarre und Gesang). Initiatorin Martina Geiger-Gerlach wird zudem eine Foto-Dokumentationvorstellen.


Quelle: Sabine Schwieder für die Stuttgarter Zeitung, 11.6.2018

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kunst-und-gefluechtete-in-stuttgart-steckfeld-das-projekt-raumwunder-sagt-tschuess.cd8a7b9c-6204-4bce-bbfe-00e14bdd1f03.html

30. Mai 2018

ITO-Raum



Thomas & Renée Rapedius


Während es sich in Windungen verdichtet


zu Gast: Jan Jelinek


15.6.2018 - 29.6.2018


Flaches Papier, gefaltet, wölbt sich in den Raum, Spannungen fliehen. Wirbelnd legt sich Schwärze in die Szene, das dunkle Auge des Sturms. Ein Schlag, Risse verbinden sich, ziehen sich über das Glas. Gefurchter Brocken, die Replik eines der unzähligen Gestürzten. Eine Linie windet sich in Kurven und knotet einen Raum. Schwärme pulsieren, lebendige Wolken. Alles fließt.

Jan Jelinek schichtet dazu Geräusche, Klänge.



Thomas & Renée Rapedius
Bildende Künstler
Leben und arbeiten in Berlin
www.rapedius.net

Jan Jelinek
Musiker
Lebt und arbeitet in Berlin
http://www.faitiche.de




ITO-Raum

König-Karla-Strasse 27a
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt



Freitag 13-18 Uhr / Samstag nur für Mitglieder / Tee nach Anmeldung

Quelle: 

ito-raum.de / Peter Granser

GEDOK Stuttgart - 3 Termine:



AKTUELL: 3 tolle Sachen


GEDOK e.V. Stuttgart 
Hölderlinstraße 17 
70174 Stuttgart



1.

Katja von Puttkamer – Kalte Platte. Urban Pattern


Eröffnung, Donnerstag, 14.06.2018, um 19.30 Uhr


GEDOK-Galerie

Statement:
"In meiner Malerei beschäftige ich mich mit dem städtischen Umfeld.
Mich interessieren architektonische Strukturen an denen sich gesellschaftliche Wandlungen ablesen lassen. Meinen Fokus liegt auf Bauten der Nachkriegsmoderne, Rasterfassaden untersuche ich auf ihre malerische Umsetzbarkeit. In Stadtrundgängen sammle ich Motive mittels Skizzenbuch und Fotoapparat, während meines Atelieraufenthaltes in der GEDOK werden dies auch Stuttgarter Motive sein."



Öffnungszeiten: Mi-Fr 16-19 Uhr / Sa 13-16 Uhr

Dauer der Ausstellung: 15.06. – 23.06.2018

 

  
2.
   
taufrisch #4 – Neue Mitglieder stellen aus



Eröffnung Donnerstag, 28.06.2018, um 19.30 Uhr
GEDOK-Galerie


taufrisch ist eine Plattform für die jährlichen Neueinsteigerinnen in der GEDOK Stuttgart. 

Die Künstlerinnen 

Annik Aicher, Weiny Fitui, Martina Frankenberger, Martina Geiger-Gerlach, Kathleen Jahn, Traci Kelly, Michelin Kober, Britt Moulien, Yvette Pistor

sind seit diesem Jahr Mitglied in der GEDOKund werden einige ihrer Arbeiten präsentieren.



Öffnungszeiten:  Mi-Fr 16-19 / Sa 13-16 Uhr

Dauer der Ausstellung:  30.06. – 27.07.2018

 



3.

Sommerfest!


Freitag, 06.07.2018, ab 19.00 Uhr


Garten und Galerie der GEDOK

Wie jedes Jahr feiert die GEDOK den Sommer und die Kunst.

Getränke. Leckereien und ein kulturelles Programm gibt es.
Gemütlich, künstlerisch und unterhaltsam wird es. 

Im bezaubernden GEDOK-Garten.


Quelle:
www.gedok-stuttgart.de

12. Mai 2018

so and so

                                                                                                                                                          Foto: Kerstin Schaefer Stuttgart 2018

18. April 2018

ITO aktuell:


Friederike Daumiller - Pets

27.4.2018 - 25.5.2018

 
ITO - Raum
König-Karl-Strasse 27a
70372 Stuttgart - Bad Cannstatt




In ihrem fortlaufenden Projekt entwickelt Friederike Daumiller mit Pets Hybride zwischen Möbel und Objekt. Die Pets kommen in den verschiedensten Bereichen des Alltags zum Einsatz, wobei ihre spezifische Funktion durch die gewählte Materialität angedeutet wird. Sie erwecken durch die handliche Mobilität und ihr Äußeres eine Sympathie, die an die Zuneigung zu Haustieren erinnern lässt. Die minimalistischen Designs sind anziehend und liebenswert und brechen doch radikal mit gelernten Sichtweisen von Proportion, Größe und Bequemlichkeit. Sie fordern den Betrachter heraus, zum Nutzer zu werden und erlauben allen, die sich darauf einlassen, ein bewusstes und überraschend angenehmes Sitzen. Auch angesichts eines immer knapper werdenden urbanen Wohnraums und häufiger stattfindender Ortswechsel, ist Daumillers Ansatz ein spannender Beitrag zu unseren heutigen Lebensformen.

Das in Kooperation mit Edition Taube während der Art Basel 2015 realisierte Projekt The Tea-Garden wird ebenfalls Teil der Ausstellung. 



Quelle:

12. April 2018

Outdoor Screening & Filmprogramm Fr., 20.4.18 / 20h KÜNSTLERHAUS STUTTGART



Künstlerhaus Stuttgart und The End of Selling Out

Abschlussveranstaltung, Freitag, 20. April, 20 Uhr

Herzliche Einladung zu einem abschließenden Outdoor Screening zu Christian Flamms Ausstellung Künstlerhaus Stuttgart und Mike Sperlingers Filmprogramm The End of Selling Out.

Als zwei parallele Stränge eines Projekts führen Flamms Ausstellung und das von Mike Sperlinger ausgewählte Filmprogramm auf einen historischen Konflikt zurück; auf Unterlaufung und Techniken der Enttäuschung – Strategien und Haltungen innerhalb einer bestimmten Reihe von Geschichten, Überbleibseln und Unterordnungen. Diese Verschiebungen der moralischen Auffassungen künstlerischer Produktion wurden in Künstlerhaus Stuttgart heraufbeschworen durch eine Kombination ausgestellten Zweifels und vager Erinnerung und einem Filmprogramm, das in drei Kapiteln präsentiert wurde – The Target Shoots First, The Future of Exploitation und Can Artists Sell Out?. Dieses letzte Zusammentreffen hebt zwei Filme des Programms von Oliver Payne/Nick Relph und Jay Chung/Q Takeki Maeda hervor, die sich beide mit Fragen des Überlebens, innerer Notwendigkeit und Sehnsucht beschäftigen.

House and Garage
von Oliver Payne und Nick Relph, 2000, 40 min


The Sixth Year (Teil 3)

von Jay Chung und Q Takeki Maeda, 2013, 12 min


Künstlerhaus Stuttgart
Reuchlinstraße 4b
70178 Stuttgart 









Quelle:
www.kuenstlerhaus.de