25. März 2021

OPEN CALL "SATELLIT STUTTGART" — Raum- und Projektstipendien am Schlossplatz

 

OPEN CALL "SATELLIT STUTTGART" — Raum- und Projektstipendien am Schlossplatz

Künstler*innen, Gestalter*innen, Kulturschaffende und Kollektive aus Stuttgart und Region sind eingeladen, ad-hoc Projektideen einzureichen

Season 1 — Auf der Umlaufbahn

SATELLIT STUTTGART ist ein Zusammenschluss von Künstler*innen in Kooperation mit dem Künstlerhaus Stuttgart und gefördert von der Wüstenrot Stiftung im Rahmen der Sonderförderung Kultur trotz Corona.

Die aktuelle Situation bringt für soloselbstständige Künstler*innen, Gestalter*innen undKulturschaffende viele Herausforderungen mit sich. Satellit Stuttgart soll eine Plattform sein, durch die freie Projekte jetzt sichtbar werden. Wir möchten unser lokales Netzwerk stärken und weitreichende, interdisziplinäre Dialoge generieren.

Wir suchen nach neuen Orten der Kunst im öffentlichen Raum und wünschen uns Kooperation und Kollaboration unterschiedlicher Akteur*innen, um in unserer gegenwärtigen Lebensrealität Kunst weiterhin zu produzieren und erfahrbar zu machen.

Mit Satellit Stuttgart schaffen wir ein neues Format eines temporären, innerstädtischen Kunstraums, zu dem wir professionelle soloselbständige Künstler*innen, Gestalter*innen und Kollektive aus Stuttgart und Umgebung einladen, sich mit einem Projektvorschlag zu bewerben.

Durch Satellit wird eine leerstehende Ladenfläche in der Stuttgarter Innenstadt für 3 Monate (April—Juli) zum temporären Atelier, Ausstellungs- und Galerieraum, zur Interventions- und Experimentierfläche für Kulturschaffende unterschiedlicher Sparten.

Die Projektstipendien werden jeweils für zwei Wochen (14 Tage) an eine/n Künstler*in (oder eine Künstlergruppe/Kollektiv) vergeben. Enthalten sind, die Nutzung der Ladenfläche und ein Projektkostenzuschuss/Honorar in Höhe von 800€. Den Auf-/Abbau und Transport organisieren die Projektstipendiat*innen selbst.

Mindestens zwei Veranstaltungen werden im Projektzeitraum von den Teilnehmer*innen erwartet. Die aktive Arbeit vor Ort ist erwünscht. Besonders Projekte, die diskursive, raum- & situationsbezogene oder kollaborative Ansätze verfolgen, sind willkommen. Thematische Vorgaben gibt es keine. Unser Ziel ist es, die Projekte unter den aktuellen Auflagen in jedem Fall durchzuführen. Die eingereichten Konzepte sollten flexible Lösungen zulassen, um auch in der Krise Veranstaltungen in angepassten Formaten durchzuführen.

Wir laden professionelle Kunstschaffende und Kollektive (keine Studierenden) aus Stuttgart und Region ein, ihr Ad-hoc Exposé einzureichen. Bewerbungen sind bis spätestens Mittwoch, 07. April 2021 möglich.

Ausschreibung und Grundriss: HIER


Einzureichende Unterlagen:

1. Ausgefülltes Bewerbungsformular
2. Projektbeschreibung (1-2 Seiten) mit begleitendem Bildmaterial/Skizzen
3. Portfolio (max. 5 Projekte)
4. Lebenslauf (1-2 Seiten)

Bitte die Dateien in einer PDF (max. 6MB) an satellit@kuenstlerhaus.de senden.

Die Bewerber*innen werden spätestens in KW 14 benachrichtigt.

Die Eröffnung wird voraussichtlich am Samstag, den 10.04.21 stattfinden. Zur Eröffnung werden alle Projektbeschreibungen (anonymisiert, ohne Namen) präsentiert. Das erste Projekt geht voraussichtlich am 14.04.21 an den Start.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen auf unseren Social Media Kanälen —Instagram @satellit_stuttgart & Facebook Satellit Stuttgart

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und bleibt gesund!
 

Kontakt:

Karima Klasen (Initiatorin, Projektleiterin, Künstlerin)
Romy Range (Künstlerhaus Stuttgart)
satellit@kuenstlerhaus.de

8. Februar 2021

DAS BÜNDNIS FÜR EINE GERECHTE KUNST- & KULTURARBEIT BW

 FUKS forward:


GRÜNDUNGSSTATEMENT + VERANSTALTUNGSHINWEIS



Treffen am 15. Februar 2021, 14-16 Uhr
info@dasbuendnis.net 

Im Juni 2020 haben wir, Akteur:innen und Institutionen im Bereich der Künste, die in Baden-Württemberg angesiedelt sind, uns zu einem offenen, unabhängigen und disziplinübergreifenden Bündnis für gerechte, diverse und inklusive Verhältnisse im Kunst- und Kulturbetrieb zusammengeschlossen: ein Bündnis, das auf regionaler, bundesweiter und transnationaler Ebene aktiv werden möchte, um einen systemischen Wandel herbeizuführen.  

Was uns bewegt, sind die Sorge um die Zukunft der Künste sowie die Überzeugung, dass diese nur dann unabhängig bleiben, wenn sich die Strukturen und Bedingungen des Kunst- und Kulturbetriebs sowie für Kunst- und Kulturarbeiter:innen radikal verändern. Der Begriff „Kunst- und Kulturarbeiter:innen“ schließt für uns sämtliche im Bereich der Künste freischaffend oder angestellt Tätigen ein: von den Künstler:innen, Kurator:innen oder Dramaturg:innen bis hin zu Sicherheits- und Reinigungsdiensten.

Neben dem Anliegen, eine grundlegende Veränderung der bestehenden kulturpolitischen Strukturen und Förderpolitiken in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung zu erreichen, ist es uns ebenso wichtig, unsere eigenen Arbeits-, Denk- und Entscheidungsweisen im Hinblick auf einen gerechten, diversen und inklusiven Kunst- und Kulturbetrieb auf den Prüfstand zu stellen.

Mit diesem Schreiben senden wir Ihnen das erste ausführliche öffentliche Statement des Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg.

GRÜNDUNGSSTATEMENT MIT ERSTUNTERZEICHNER:INNEN
mehr lesen

MITMACHEN / KONTAKT
Dieses neue ist ein offenes und derzeit noch lückenhaftes Bündnis. Wir freuen uns auf viele weitere Beteiligte aus unterschiedlichen Bereichen und Kontexten der Künste, die an dem Bündnis mitarbeiten und / oder als Mitunterzeichner:innen auftreten möchten.

Sie haben Interesse
· aktiv am Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg, mitzuwirken und / oder 
· Mitunterzeichner:in zu werden? *

Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an
info@dasbuendnis.net


BÜNDNISTREFFEN
Montag, 15. Februar 2021, 14-16 Uhr
System: Zoom
Anmeldung und Linkvergabe über
info@dasbuendnis.net

Am Montag, den 15. Februar 2021, von 14-16 Uhr, findet das nächste große Bündnistreffen statt. Alle Interessierten, die mehr über das Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg, wissen, dabei mitmachen und / oder mitunterzeichnen möchten, laden wir ganz herzlich ein.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!  

Das Bündnis
für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg   


*Für Mit-Unterzeichner: innen obligatorisch ist lediglich der eigene Name, der anschließend im offiziellen Dokument des „Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit“ veröffentlicht wird. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie zusätzliche Informationen beifügen wollen.

1. Februar 2021

CORONA MIT KUNST BEWÄLTIGEN: LINK ZU AKTUELLEN HILFEN FÜR KÜNSTLER*INNEN & PDF zu Förderungen

KULTURFÖRDERUNG STUTTGART aktuell:

Stuttgart Kulturförderfonds Corona


 & BUND und mehr

www.bundesregierung.de

 PDF 71 Seiten zu den Details möglicher Förderungen hier

 NEUSTART KULTUR AKTUELL

 

NETZE     I                                                                                                                                                 Foto: Kerstin Schaefer
NETZE    II                                                                                                                                                   Foto: Kerstin Schaefer
NETZE   III                                                                                                                                                    Foto: Kerstin Schaefer

31. Dezember 2020

forward: MWK Baden-Württemberg - Nothilfefonds Künste und alle wichtigen links


Corona Hilfen BW via MWK link hier

 

 

Ziel des am 23. Juni 2020 von der Landesregierung beschlossenen Nothilfefonds für Kunst- und Kultureinrichtungen (Nothilfefonds) ist es, eine aufgrund der Corona-Pandemie drohende existenzielle und dauerhafte Beschädigung der vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg zu verhindern, die kulturelle Infrastruktur zu erhalten und die Verwirklichung eines kulturellen Spiel- oder Veranstaltungsbetriebs auch unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 zu ermöglichen. 

 

Förderrichtlinie Nothilfefonds Kunst und Kultur

Antragsformular Nothilfefonds Existenzsicherung

Antragsformular Nothilfefonds Spiel- bzw. Veranstaltungsbetrieb

Erklärung der Kommune zum Förderantrag Nothilfefonds

say say                                                                   Installation & Gemälde: Kerstin Schaefer, Stuttgart

30. August 2020

JUST PAINT IT! Kunstverein Neuhausen - mit Christa Munkert, Kerstin Schaefer, u.a, kuratiert von Susanne Jakob, EÖ am Samstag, 26. September 2020, 14-19 Uhr

PDF - Booklet: Quelle: Kunstverein Neuhausen



Eröffnung: Samstag, 26. September 2020, 14-19 Uhr


Orlando W. Baisch
Anna Jacobi

Christa Munkert
Jürgen Palmtag
Jan-Hendrik Pelz

Monika Plattner
Bettina Pradella
Kerstin Schaefer

Dorothea Schulz
Peter Sehringer
Fabian Treiber


Die Aufforderung JUST PAINT IT! kommt in Malerei-Tutorials vor und ist als ermutigender Appell an MalerInnen gerichtet, nun endlich den Pinsel in die Hand zu nehmen und mit dem Malen zu beginnen.
JUST PAINT IT! präsentiert zeitgenössische Malerei aus drei Generationen von realistisch bis abstrakt; von figurativer Malerei, vibrierenden Farbfeldern, lasierten Pinselstrukturen bis hin zum materialintensiven Einsatz von pastoser Farbe auf unterschiedlichen Trägermaterialien.
Die ausgewählten Positionen zeigen eine neue Lust am Malen und eine Vielfalt an experimentellen Verfahren.


Ausstellungsdauer: 27. 9. – 15. 11. 2020
Rundgang durch die Ausstellung:
Sonntag, 11.10.2020, 16 Uhr
Eintritt und Teilnahme sind kostenfrei!

Wir bitten die Ausstellung im gültigen Coronamodus zu besuchen.

KVN PROJEKTRAUM
Rupert-Mayer-Kapelle  Rupert-Mayer-Str. 68 B  
DE 73765 Neuhausen/Fildern

Kontakt: Cell. +49 1522 5691476 (Susanne Jakob)
<kv.neuhausen@gmail.com>
http://kvnneuhausen.com

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag: 14-18 Uhr
oder nach Vereinbarung: kv.neuhausen@gmail.com

Mit Dank für die Förderung:

Kommune Neuhausen/Fildern
Regierungspräsidium Stuttgart
Ministerium für Wissenschaft, Forschung & Kunst, Land Baden-Württemberg

Mit freundlicher Unterstützung:
Galerie Mario Strzelski, Stuttgart
Galerie Michael Sturm, Stuttgart



Black Market-Small-Logo.jpg

BESUCHEN SIE auch unseren SCHWARZMARKT 
Online http://kvnneuhausen.com/schwarzmarkt
und im KVN PROJEKTRAUM in Neuhausen/Fildern.

30. Mai 2020

FUKS VIDEO /NEU NEU NEU/ NEUE KUNST IM ALTEN SCHLOSS - FUKS im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart 2020








"Drei Dinge sind bei Hofe unentbehrlich:

gesunde Beine, ein geschmeidiger Rücken und eine glatte Zunge“

August von Kotzebue | 1761-1819


NEUE KUNST IM ALTEN SCHLOSS
FUKS - FREIE UNABHÄNGIGE KÜNSTLERINNEN STUTTGART

Barbara Armbruster
Martina Geiger-Gerlach
Karima Klasen
Christa Munkert
Kerstin Schaefer *


*mit special guests/Künstlerkolleg*innen im Rahmenprogramm an allen Wochenenden


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Während der geplant fünfwöchigen Ausstellung wurde das dritte Stockwerk des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart erstmals in seiner rund 1000-jährigen Geschichte zum Aktivraum
für zeitgenössische Kunst: 
Malerei und Zeichnung, Video und Skulptur, Installation und Begegnung wurden von den fünf Stuttgarter Künstlerinnen innerhalb eines 600m2 großen Stockwerks im "black cube" interaktiv und doch museal inszeniert. Sie arbeiteten teils inmitten ihrer Ausstellung weiter und luden während dreier Wochen rund 1500 Besucher*innen zum Verweilen ein.

Eröffnungs-Matinée
Sonntag | 23. Februar 2020 | 11 Uhr
mit Marc Gegenfurtner, Leiter des Kulturamts Stuttgart
Johanna Ruoff, Kunsthistorikerin
und KISCHKAT-KÜHNER-WEISS, Underground Jazz Impro

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Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss
Schillerplatz 6
70173 Stuttgart


17. April 2020

FUKS zitiert: KONTEXT WOCHENZEITUNG - MWK BW: Soforthilfen für Künstler*innen und Kulturschaffende in BW - MWK BW-Staatssekretärin Petra Olschowski im Interview mit Dietrich Heißenbüttel

Quelle:

https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/472/schnelle-hilfe-fuer-kuenstlerinnen-6648.html

 

Unterstützung für die Kontext Wochenzeitung möglich unter:

https://www.kontextwochenzeitung.de/ueber-uns/kontextunterstuetzer.html


Schnelle Hilfe für KünstlerInnen


Datum:

Nach den Schließungen der Kultureinrichtungen und den Absagen aller Kulturveranstaltungen in Baden-Württemberg hat Staatssekretärin Petra Olschowski sehr bald ein Soforthilfeprogramm des Landes angekündigt. Ein Gespräch über Kunst und Kultur in Zeiten der Corona-Krise.
Frau Olschowski, wie hat sich Ihr Alltag im Ministerium in den letzten Wochen verändert?

Es ist deutlich mehr Arbeit geworden – obwohl ich keine Abendtermine mehr habe, keine Premieren, keine Theatervorstellungen und keine Grußworte. Aber der Abstimmungsbedarf und die Dringlichkeit haben sich deutlich erhöht, und auch die Brisanz der Entscheidungen, die wir zu fällen haben. Viele der Künstlerinnen und Künstler, der Kreativen, der Einrichtungen, für die wir zuständig sind, sind sehr schnell in eine prekäre Situation geraten.


Sie haben auf die Absagen im Kulturbereich binnen sechs Tagen mit einer Soforthilfe für Künstlerinnen und Künstler reagiert.

Es wird ja der Politik immer vorgeworfen, dass sie so langsam sei. Tatsächlich hat die Landesregierung aber sofort gehandelt. Das war für sehr viele Menschen wichtig.


Wie kam diese Initiative zustande?

Es war ziemlich schnell klar, dass es sowohl im wirtschaftlichen Bereich als auch bei den Kultureinrichtungen und Solo-Selbständigen, also auch bei Künstlerinnen und Künstlern, Überbrückungs- und Hilfsmaßnahmen geben muss. Wir haben das Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium gesucht. Wir wussten ja, es gibt einen Nachtragshaushalt in Höhe von fünf Milliarden Euro.


Das ist das Programm des Landes zur Überbrückung aller wirtschaftlichen Ausfälle?

Dazu gehört das Soforthilfeprogramm, aber auch andere Hilfsmaßnahmen.


Wie verlaufen in so einem Fall die Entscheidungen: War das ein Parlamentsbeschluss?

Zuerst fiel die Entscheidung im Kabinett, dann musste das Parlament beschließen und hat beschlossen. Das ging natürlich nur, weil wir uns einig waren, auch mit der Opposition, dass dieses Hilfspaket aufgesetzt werden muss. Allen war die Dringlichkeit klar.


Und die Künstler-Soforthilfe kommt aus diesem Topf?

Ja, für uns war von zentraler Bedeutung, dass die Hilfen für Künstlerinnen und Künstler in diesem Programm enthalten sein müssen. Es gibt Länder wie Nordrhein-Westfalen oder Berlin, die eigene Künstler-Programme aufgelegt haben, die nach wenigen Tagen schon ausgeschöpft waren. Daran zeigt sich aus meiner Sicht, wie wichtig es ist, dass diese Unterstützungsprogramme über die normalen Wirtschaftshilfeprogramme laufen, weil damit ganz andere Mittel zur Verfügung stehen. Kunstschaffende sind Teil unserer Gesellschaft. Dann sollten die Hilfsprogramme auch so ausgerichtet sein, dass sie für alle Teile der Gesellschaft greifen, und damit eben auch für die Solo-Selbstständigen, Journalistinnen, Dolmetscherinnen, Übersetzer, Musikerinnen, die bildenden Künstler, darstellenden Künstlerinnen und so weiter.


Es gab ja auch eine entsprechende Ankündigung des Bundes.

Der Bund hat auch ein Programm aufgelegt, das in weiten Teilen dem Landesprogramm entspricht. Wir haben unser Landesprogramm bereits vorher auf den Weg gebracht. Das Bundesgeld fließt jetzt in das Programm des Landes mit ein. Es gibt also nicht zwei Töpfe, alles wird gesteuert über die Länder, und die Mittel des Bundes fließen mit ein.


Man bewirbt sich also immer beim Land?

Man bewirbt sich beim Land, die Formulare gibt es auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums. Für Fragen stehen die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und das Institut für Freie Berufe zur Verfügung. Die Gelder werden von der L-Bank ausbezahlt. Dieses Verfahren wird so beibehalten, auch um Unklarheiten zu vermeiden.



Sie haben selbst in einem Video am 1. April betont, dass Sie Kritik ernst nehmen und gegebenenfalls nachbessern.

Der erste große Diskussionsbedarf bestand darin, ob liquide Eigenmittel, also private Sparguthaben, zuerst aufgebraucht werden müssen. Das war ein ziemliches Ringen mit dem Bund, der dann akzeptiert hat, dass die Liquidität nicht angegriffen wird. Zum Glück waren wir da mit dem Wirtschaftsministerium einer Meinung. Das nächste Thema war, ob sich die Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer eine Art eigenen Unternehmerlohn ausbezahlen lassen dürfen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten – unabhängig von den Betriebskosten. Da geht es um 1.180 Euro im Monat. Baden-Württemberg hat sich hier für einen bisher bundesweit einmaligen Weg entschieden. Davon profitieren gerade die Soloselbständigen aus den unterschiedlichen Branchen, insbesondere auch aus dem Kultur- und Kreativbereich. Dass das gelungen ist, darüber bin ich ganz besonders froh. Durch die Einbeziehung des privaten Lebensunterhalts in die Soforthilfe wird es vielen Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen erspart bleiben, einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen. Es ist zu hoffen, dass die Entscheidung Baden-Württembergs doch noch vom Bund aufgenommen wird und unter den anderen Ländern Nachahmer findet, denn schließlich sind es doch gerade diese vielfältigen kleinen Strukturen und Selbständige, die unser wirtschaftliches, soziales und kulturelles Leben prägen.


Wer ist berechtigt, hier einen Antrag zu stellen? Auch Staatsbürger anderer Länder?

Ja, jede und jeder, der hier einen Wohnsitz hat.


Wie hoch sind die Beträge?

Es dreht sich um bis zu 9.000 Euro für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen bis zu fünf Beschäftigte, 15.000 für Klein- und 30.000 für mittlere Unternehmen, jeweils für drei Monate. Daher hilft das Programm auch einzelnen Kultureinrichtungen, kleinen Theatern, Zentren, Vereinen oder Orchestern.


Drei Monate?

Aktuell sollen die Zuschüsse die Liquidität bis Juni sicherstellen. Wichtig ist: Dieses Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Das ist schon einmalig in der Geschichte: dass es Mittel gibt ohne weitere Bedingungen. Da zeigt sich die Stärke des Sozialverbunds in Deutschland.


Auf der Ministeriums-Website mit der Ankündigung stehen unten ganz viele Links, an wen man sich noch wenden kann. Wie kann man sich da am besten orientieren?

Wir haben uns Mühe gegeben, das gut zu sortieren. Es war uns ein großes Anliegen, die vielen Hilfsprogramme hier zusammenzutragen. Auch dies ist sehr schnell passiert. Es tut sich ja immer wieder etwas Neues auf, daher wird die Liste laufend ergänzt. Es gibt tatsächlich viele Hilfsangebote. Ich war sehr beeindruckt, dass die Deutsche Orchesterstiftung zum Beispiel bundesweit mehr als eine Million an Spenden gesammelt hat. Auch die Künstlerhilfe, die von einer kleinen Initiative hier in Stuttgart engagiert vorangetrieben wird, hat in vierzehn Tagen rund 100.000 Euro an privaten Spenden gesammelt. Das ist großartig!


Und bei Ihnen? Ist der Andrang groß?

Wir haben sehr viele Nachfragen. Das ganze Zuwendungsrecht ist auf diese Situation eigentlich nicht eingestellt. Dass von staatlicher Seite Einrichtungen geschlossen werden: Das hat es noch nicht gegeben. Alles, wofür auch ich persönlich in den vergangenen Jahren gekämpft habe, wird jetzt durch ein Virus ausgebremst: die Öffnung der Einrichtungen für die Gesellschaft, dass viele Menschen zusammenkommen in einem Raum, sich über die Kunst begegnen – ein wichtiger Aspekt in der Kultur –, das ist jetzt plötzlich verboten. Auch für die Einrichtungen geht es um mehr als die Frage, wo kriege ich jetzt mein Geld her.


Ist schon absehbar, wie lange diese Unterbrechung des Kulturlebens noch anhalten wird?

Am Mittwoch, 15. April, wird die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten über die weiteren Schritte beraten. Davon wird auch abhängen, wie die Länder mit den Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens weiter umgehen, die selbstverständlich auch den Kulturbereich betreffen.

Völlig offen ist auch, ob die Veranstalter ihre Programme im Herbst wie geplant durchziehen und alles was jetzt wegfällt auslassen, oder ob sie alles nach hinten schieben. Was passiert da?

Wir sind mit den Einrichtungen im Gespräch. Das erste Thema war die Hilfe in der Not. Wir werden jetzt das Gespräch suchen zum Thema: Was heißt das nun für die Programme im Sommer und im Herbst? Auch das ist ja schwer einschätzbar. Wenn ich fünf wissenschaftliche Artikel lese zu der Frage, wie es mit dem Virus weitergeht, erhalte ich fünf verschiedene Antworten. Am Ende wird entscheidend sein, wie die Hygiene-Maßnahmen im Betrieb eingehalten werden können.


Und wenn die Schließung länger andauert?      
       
Dann müssen wir darüber nachdenken, welche Form von Hilfe wie weitergeführt werden kann, das ist klar.


Lässt sich aus der Corona-Krise schon jetzt eine Lehre ziehen?

Es ist im Moment wirklich eine extrem schwierige Situation. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, weil ich glaube, dass wir eine starke Kulturszene haben und dass wir das gemeinsam hinkriegen. Aber diese Krise macht auch deutlich, wie prekär die Verhältnisse im Kunstbereich sind. Sowohl für die Künstlerinnen und Künstler, als auch für die Einrichtungen. Da gibt es keine Rücklagen, zum Teil schon aufgrund des Zuwendungsrechts nicht. Es gibt kaum Spielräume.


Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass viele Menschen schon in sehr kurzer Zeit, in der das System nicht wie gewohnt läuft, in existenzielle Not geraten. Obwohl ich den Kulturbereich von verschiedenen Seiten her kenne, hat es mich doch überrascht, zu sehen, wie schnell das geht. Das hat mir deutlich gemacht, dass wir uns, nachdem die Krise überwunden ist, diesen Bereich werden anschauen und auch strukturell anders aufstellen müssen. Es sind nicht nur Einzelschicksale und Einzelpersonen, es geht dabei auch um Strukturen. Das führt uns die Corona-Krise vor Augen und das möchte ich unbedingt auch danach weiterverfolgen.



Schnelle Hilfe für KünstlerInnen auch bei Kontext – hier geht's zum Start der KONTEXT-WOCHENZEITUNG- Vorhang-auf!-Serie

https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/468/vorhang-auf-digitale-buehne-bei-kontext-6580.html


ALLES MIT GROSSEM DANK ZITIERT AUS   https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/472/schnelle-hilfe-fuer-kuenstlerinnen-6648.html



VIDEOS der KONTEXT-Wochenzeitung unter:  https://www.youtube.com/channel/UCW2j9iwqdnP83zMnAt3VgXg



 &
...und der Tagesspiegel zum Thema (16.4.2020, Artikel von Gerhart Baum)

 https://www.tagesspiegel.de/kultur/kulturpolitik-und-corona-freischaffende-kuenstler-sind-systemrelevant/25747538.html






13. März 2020

BLEIBT ZU HAUSE / RESTEZ A LA MAISON - wir finden das wichtig. Siehe Mathieu Persan - Plakat:

https://blog.landesmuseum-stuttgart.de/neue-kunst-im-alten-schloss/



DANKE EUCH ALLEN FÜR EUREN BESUCH IN UNSERER TOLLEN AUSSTELLUNG IM SCHLOSS!

Immerhin haben vor der allgemeinen Schliessung aller Museen am 13.3.2020 um 15 Uhr in Stuttgart rund 1500 nette Gäste uns im Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss besucht...


das ist großartig

Danke Euch für´s Kommen


und alle, die uns jetzt verpasst haben, wir machen einen kleinen Film und freuen uns auf Euch im Rahmen der nächsten Ausstellungen,



wir sind sehr dankbar über den tollen Austausch mit Ihnen und Euch, das ganze Rahmenprogramm unserer eingeladenen Künstlerkolleg*innen, die Führungen, alles Feedback, an die großartigen Mitarbeiter*innen und Unterstützer*innen im und ums Schloss... und dass Ihr uns und unsere Arbeiten voller Interesse aufgesucht habt.


BALD MEHR! Bleibt gesund und munter


das ist das Wichtigste


Eure FUKS






museumsfernsehen.de/fuks-freie-unabhaengige-kuenstlerinnen-im-alten-schloss-stuttgart/


PRESSE


www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gratis-ausstellung-im-alten-schloss-stuttgart-eine-wunderkammer-fuer-kuenstler

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gratis-ausstellung-im-alten-schloss-stuttgart-eine-wunderkammer-fuer-kuenstler
Grafik: Mathieu Persan