19. Januar 2017

EÖ Künstlerhaus Stuttgart: Fr, 102.17 19h - Dorota Jurczak, Johanna



Dorota Jurczak, Johanna
Eröffnung Freitag, 10. Februar, ab 19 Uhr
They were two superior eels
at the bottom of the tank and they recognized each other like italics1


Die menschlichen und nicht menschlichen Figuren, die Dorota Jurczaks Bildwelt bevölkern, verbindet eine freimütige und zugleich geheimnistuerische Stimmung, die sich auch als Unbehagen äußern kann. Diese Ausstellung zeigt neu konzipierte Radierungen und Bronzereliefs, die ihren Ausgangspunkt in den Werkstätten des Künstlerhauses haben und als Installation inszeniert sind.

Zwei zentrale Gestalten der Ausstellung sind der dünne Umriss eines Jungen und eines Mädchens, die neben einer halb offenen – beziehungsweise halb geschlossenen – Tür stehen und den Türknauf fest in ihren Händen halten. Die lebensgroßen Bronzereliefs sind an der unbeholfenen Schwelle zwischen Warten und Eintreten gefangen. Sie sehen einander nicht – die Figuren haben keine Augen, doch die fein modellierten Türknäufe scheinen die Blicke der Betrachter zu erwidern. Es gibt da eine Spannung zwischen dem Wunsch zu kommunizieren und dem Wunsch sich zu verstecken, die in den beiden Skulpturen, aber auch in der Figuration der Radierungen zum Vorschein kommt. Dazwischen gibt es keinen einzigen Ort, an dem deren Wesen als solches auszumachen wäre; stattdessen entsteht eine zarte Ebene der Verständigung. Mit ein und derselben Sorgfalt werden ein Vogel, eine Brust und die beiden dünnen Gestalten mit den langen Händen als Charaktere behandelt. Jurczaks Figuration deutet an, wie viel, oder vielleicht wichtiger noch, wie wenig es braucht, um den Geist und die Eigenheiten eines Wesens heraufzubeschwören.

„Johanna“ wird zur Chiffre oder Hülle einer möglichen Figur; gleichzeitig verweist der Vorname auf die damalige Radierwerkstattleiterin des Künstlerhauses. Johanna, diese Johanna, ist eine Reflexion über die fiktionale Möglichkeit und Melodie eines Namens und zugleich eine Erinnerung an den körperlichen und kollektiven Prozess, der die Entstehung der Charaktere überhaupt erst ermöglichte.

1 Anne Carson, Autobiography of Red, 1998

Dorota Jurczak (geb. 1978 Warschau, Polen) lebt und arbeitet in Stuttgart. Zu ihren letzten Einzelausstellungen zählen: ~.{ }.~, Culturgest, Lissabon und Porto (2016); Lucifers, Etablissement d’en face, Brüssel und Bzzz, Galeria Piktogram, Warschau (2015); Kloake, Corvi-Mora, London (2011). Eine Auswahl an Gruppenausstellungen schließt ein: Affective Affinities, Frans Hals Museum, De Hallen Haarlem (2014); Salon der Angst, Kunsthalle Wien; A Top-Hat, a Monocle, and a Butterfly, Etablissement d'en face, Brüssel; The Slimy Trail of Slug and Snail, P.S.1 MoMA, New York (mit Abel Auer) (2007) und Von Mäusen und Menschen, 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, Berlin (2004). 
 
Quelle:
Künstlerhaus Stuttgart
Reuchlinstraße 4b
D–70178 Stuttgart

www.kuenstlerhaus.de

17. Januar 2017

Mensch, Maschine, Immersion - Fr., 20. Januar 2017, 18:00 h, Praxisvortrag von Georg Werner FILMWINTER Kunstbezirk Stuttgart

Mensch, Maschine, Immersion

Gestaltende Elektronik in den Künsten

Praxisvortrag: Georg Werner (dt.)

Fr, 20. Januar 2017, 18:00





Seit Jahrhunderten benutzt das Theater technische Mittel, die Illusionen und Situationen herstellen, um ein Eintauchen der Zuschauer in die Erzählung zu unterstützen bzw. das Erleben zu vertiefen – ein Prozess, der heutzutage im Zeitalter von Virtual und Augmented Reality gerne Immersion genannt wird.

Diese Mittel ermöglichen gänzlich neue performative Formate wie z.B. Rimini Protokolls „Situation Rooms“, das eher einer begehbaren interaktiven Installation ähnelt. Oder wie in Interrobangs „To Like Or Not To Like“, bei dem die Zuschauer Teil einer Maschine werden. In Turbo Pascals „Algorithmen“ entstehen gar ganze Passagen des Stücks algorithmisch. Und auch in die anderen Künste halten (teilweise interaktive) algorithmische Methoden und elektronische Verfahren Einzug, die neue und andere Darstellungsformen bzw. Erzählweisen ermöglichen. Als Beispiel sei hier die Generative Kunst genannt, in der Maschinen nach Algorithmen Kunstwerke erstellen.

Der Vortrag wird anhand von Beispielen aus der künstlerischen Praxis einen Abriss über verwendete Strategien und Techniken geben. Dabei werden performative Formate als Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise an die Schnittstelle von Algorithmen und Elektronik sowie den zeitgenössischen Künsten genutzt.




Kunstbezirk

Leonhardsplatz 28, 70182 Stuttgart

U-Bahn / Bus: Haltestelle Rathaus

Quelle:  http://www.filmwinter.de/events
Link: www.georgwerner.de

9. Januar 2017

RAUMWUNDER im Januar! EÖ: FREITAG / 20. 01.17 / 19.00 UHR


RAUMWUNDER IM JANUAR

Ivan Zozulya - Malerei
Roman Levin - DJ
FREITAG / 20. 01.17 / 19.00 UHR
Karlshofstraße 42 / 70599 Stuttgart


Fast lebensgroß sind die Menschen und beobachteten Szenen, die Ivan Zozulya in der 
Rückzugswohnung für Geflüchtete zeigt, wie Fenster öffnen seine Bilder den realen Raum. 
Und im 2.OG des Abrisshauses legt Roman Levin für uns auf: mit Soul, Funk, Jazz, 
Afrobeat, Hip Hop, Indie und viel Groove wird die zweite RAUMWUNDER-Wohnung 
gebührend eingeweiht! Seit Dezember stehen den Bewohnern der Flüchtlingsunterkünfte 
hier weitere 4 Zimmer zum Lernen zur Verfügung. Wir freuen uns auf viele Besucher!

Ivan Zozulya (*1990 in Poltawa, Ukraine) 
beobachtet seine nähere Umgebung: Freunde, Familie, vertraute Orte und sich selbst. 
Er sucht sein Bild eines gemeinsamen Momentes oder einer angetroffenen Situation und 
entwirft dabei neue Bild- und Gedankenräume, malerische Konstrukte die er dehnt und 
weitet. Ivan Zozulya studiert seit 2012 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden 
Künste Stuttgart bei Prof. Volker Lehnert und Prof. Cordula Güdemann.

Roman Levin (*1991 in St. Petersburg, Russland)
gründete schon zu Schulzeiten mit seinen besten Freunden die bis heute aktive Band 
„Tiny Lobster“. Turntables ins Zimmer zu stellen, Regale mit Schallplatten zu stopfen und 
Menschen Musik näher zu bringen, die er selbst gerne hört, ist seine zweite musikalische 
Passion. Auf kleineren und größeren Parties legt er seine Favoriten aus Soul, Funk, Jazz, 
Afrobeat, Hip Hop, Indie und anderen Genres auf – Groove muss es haben!

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Ort und Quelle:
RAUMWUNDER
01.06.2016 - 01.06.2017
Karlshofstraße 42 / 70599 Stuttgart

1. Januar 2017

Gedicht, Wunsch, Mahnung, Vision

ANRUFUNG DES FRIEDENS von Fiona Macleod (1856-1905) * alias Wiliam Sharp (1955-1905)


Tiefen Frieden hauche ich in dich,
oh Überdruß, hier
oh Schmerz, hier!

Tiefer Friede, eine sanfte weiße Taube dir
tiefer Friede, ein stiller Regen dir
tiefer Friede, eine flutende Woge dir -
tiefer Friede, roter Wind des Ostens dir
tiefer Friede, grauer Wind des Westens dir
tiefer Friede, dunkler Wind des Nordens dir
tiefer Friede, blauer Wind des Südens dir -
tiefer Friede, reines Rot der Flamme dir
tiefer Friede, reines Weiß des Mondes dir
tiefer Friede, reines Grün der Gräser dir
tiefer Friede, reines Braun der Erde dir
tiefer Friede, reines Grau des Taues dir
tiefer Friede, reines Blau des Himmels dir -
tiefer Friede der fließenden Welle dir
tiefer Friede der wehenden Lüfte dir
tiefer Friede der stillen Erde dir
tiefer Friede der schlafenden Steine dir
tiefer Friede des gelben Schäfers dir
tiefer Friede der wandernden Schäferin dir
tiefer Friede der Sternenherde dir
tiefer Friede des Friedenssohnes dir
tiefer Friede des Herzens der Maria dir -
von Brigitte mit dem Mantel
tiefer Friede, tiefer Friede!
Und mit der Güte auch des stolzen Vaters,
Friede!
Im Namen der Drei, die Eins sind,
und beim Willen des Herrschers der Elemente,
Friede! Friede!




















Quelle:www.scotland.com/blog/william-sharp-the-personality-behind-fiona-macleod
* William Sharp - The Personality behind Fiona Macleod


Much is still uncertain and undiscovered about the Scottish writer, William Sharp. Born in Paisley on the 12th September 1855, William Sharp passed away on the 12th of December 1905. He was buried within Castello di Maniace in Sicily, Italy at fifty years old.

William began his academic career at the Glasgow Academy moving on into the University of Glasgow where he studied from 1871 to 1872. Unfortunately Sharps' early departure from University left him without a formal degree. A sickly past began to intrude into his life again when in 1872 he contracted typhoid, a disease brought on from ingesting contaminated foodstuffs or liquids.

From 1874 to 1891 Sharp engaged in a number of diverse careers ranging from such activities as working in a law office in Glasgow to servings a clerk position at a noteworthy London bank. Unfortunately, in 1976, as occurred only four years earlier, William's health began deteriorating.

During this period, William joined the famous Rossetti Literary Group after an introduction by Sir Noel Paton to Dante Gabriel Rossetti. The group came to include member such as Philipp Bourke Marston, Swinburne and Hall Caine. William's and his first cousin Elizabeth first made their acquaintance in the summer of 1863 upon his visits to an aunt and uncle in London. These introductions were the precursor to a love affair between William and Elizabeth that resulted in their marriage in 1884. Elizabeth Amelia Sharp would subsequently contribute greatly to William's literary work.

William a distinguished writer and most notably considered to be a genius in literature, literary biography and poetry. Sharp was also a well-respected editor of poetry for such poets as Eugene Lee-Hamilton, Ossian and Walter Scott, to mention a few.

In 1891, after a holiday with Elizabeth to Germany and then Italy during the winter period, William met with a mutual friend Edith Wingate Rinder. The introduction of William Sharp to Edith Rinder was a turning point for Sharp's personal life. It was here in Italy that a love affair between Sharp and Rinder began. This was also the start of a secret identity which would last till his death - the name "Fiona Macleod".

Sharp adopted the pseudonym Fiona Macleod which arose from the inspiration and arousal that Sharp felt in Edith's presence. Sharp's inspiration formed the basis for one of his greatest works, 'Sospiri di Roma' a small book of poems.

In 1895, literary works such as 'Mountain Lovers' and 'Pharais' signaled a dramatic change in Sharp's life with the noticeable energy exhibited in his writing as reported by readers and critics alike. It was through these fictional characters as author that most of Sharp's financial success as a writer would establish him as a genius of his era.

In 1910 after William Sharps' death, Elizabeth Sharp began writing a biographical memoir that revealed the origin and necessity behind the double personality of William Sharp that was such a prominent feature of his literary works.

30. November 2016

30.11.16, 19h WKV: BOOK LAUNCH zur Publikation PLATINO. FLECHTWERKE UND FLIEHKRÄFTE



PLATINO. FLECHTWERKE UND FLIEHKRÄFTE

Mittwoch, 30. November 2016, 19 Uhr
Mit: Platino, Iris Dressler, Hans D. Christ und Till Gathmann

Vor wenigen Tagen erschien im Hatje Cantz Verlag die Publikation
"Flechtwerke und Fliehkräfte" des Stuttgarter Künstlers Platino, der,
wie jüngst bekannt gegeben wurde, 2017 den Hans-Thoma Preis des Landes
Baden-Württemberg erhalten wird.

Die Publikation versteht sich als Dokumentation und „Übersetzung“ der
2013 im Württembergischen Kunstverein gezeigten Ausstellung "Flechtwerke
und Fliehkräfte“ in das Format Buch. Das Buch sowie die ihm zugrunde
liegende Ausstellung fokussieren die von Platino erschlossenen,
gleichermaßen ästhetischen wie politischen Handlungs- und
Erfahrungsräume, die zwischen Kunst und Leben, Privatem und
Öffentlichem, Bild und Raum angesiedelt sind.

Anlässlich dieses Ereignisses veranstaltet der Württembergische
Kunstverein am Mittwoch, den 30. November 2016 um 19 Uhr in Anwesenheit
des Künstlers eine BOOK LAUNCH.

In einem Gespräch zwischen Platino, den WKV-DirektorInnen Iris Dressler
und Hans D. Christ sowie dem Grafiker Till Gathmann wird es unter anderem
um den Entwicklungsprozess der Publikation gehen. Zu sehen sein werden,
neben einer Diashow, originale Arbeitsdokumente, darunter Fotografien der
Ausstellung, Raumpläne sowie Farbproben.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Katalog zu einem Vorzugspreis
von 24 Euro (sonst 29,80 Euro) zu erwerben und sich diesen vom Künstler
signieren zu lassen.


PLATINO. FLECHTWERKE UND FLIEHKRÄFTE

Hrsg.: Württembergischer Kunstverein
Mit einem Text von Kartin Mundt und einem Gespräch zwischen Iris Dressler,
Hans D. Christ und Platino
Grafik Design: Till Gathmann
ISBN 978-3-7757-4078-4
Preis regulär: 29,80 Euro
Preis für WKV Mitglieder: 24 Euro




Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Schlossplatz 2
D - 70173 Stuttgart
T: +49 (0)711 - 22 33 70
F: +49 (0)711 - 29 36 17
info@wkv-stuttgart.de

 Quelle
http://www.wkv-stuttgart.de

27. November 2016

erste Fotos FUKS - ONE one night stand 3/3 Club Zollamt 26. November 2016 - DANKE!








                                                                                                                                                                                    Fotos: Kerstin Schaefer

26. November 2016

FUKS ONE NIGHT STAND - 1 Nacht, 3 Stunden 13 Positionen zeitgenössischer KUNST im Club Zollamt am Samstag, dem 26.November 2016, von 19-22 Uhr!

p a n o r a m a
studio für visuelle kommunikation


FUKS ONS  - ONE NIGHT STAND 3/3 am Sa., dem 26.11.2016, von 19-22 Uhr

im Club Zollamt, Stuttgart - Bad Cannstatt






13 Künstlerinnen und Künstler

aus dem Kreis des Künstlerkollektivs FUKS, Freie Unabhängige Künstler Stuttgart,
stellen am Samstag, dem 26. November 2016, von Punkt 19:00 – 22:00 Uhr in einer performativen Ausstellung im Club Zollamt aktuelle Arbeiten und Positionen vor.
Durch verdichtete, raumbezogene künstlerische Setzungen und Handlungen entlocken sie dem gegebenen Raum dialogische, ausstellungsspezifische Facetten und konstruieren eine ungekannte Atmosphäre.

In einer punktuell choreografierten und stimmig inszenierten Neukonstellation von aktuellen Stuttgarter künstlerischen Positionen, die sich präzis auf Zeit und Raum beziehen, können die Besucher während nur 3 Stunden Ausstellungszeit bewegte, subtile, frische, starke, geistvolle, kritische und elektrisierende Arbeiten von

Sylvia Winkler
Kestutis (Kestas) Svirnelis
Ellen Rein
Der Mußikant
Maria Grazia Sacchitelli
Barbara Armbruster
Christa Munkert
Kerstin Schaefer
Karla und Detlev Fischer
Claudia Strohm
Susanna Messerschmidt
Helga Kellerer

erleben und eintauchen in eine ungewohnt verdichtete Atmosphäre im Club Zollamt.



FUKS/ Club Zollamt
Stuttgart / Bad Cannstatt
Haltestelle: Veielbrunnenweg
(Bus 56)

10. November 2016

EÖ: »ANVERWANDELN, AUSSCHWEIFEN« /// Kerstin Schaefer, Mi., 16.November 2016 16/18 Uhr, Ev. Akademie Bad Boll & 20h ebenda KONZERT AKADEMISCHE BETRIEBSKAPELLE

                                                                                                                                         "Auslegung, zweckfrei (Detail)" Foto: Kerstin Schaefer









»ANVERWANDELN, AUSSCHWEIFEN«



Kontextbezogene freie Malerei, Handlungen, Setzungen

von Kerstin Schaefer (Stuttgart)




eine Ausstellung anlässlich des Boller Bußtag der Künste

in Kooperation mit dem Verein für Kirche und Kunst e.V.



mit offenem Gespräch & Performance »Schöpfung«

zur Eröffnung am Mittwoch, dem 16. November 2016, 18:00 Uhr



 Konzert Akademische Betriebskapelle ab ca. 20:00 Uhr

www.akademischebetriebskapelle.de



Boller Bußtag der Künste, Beginn um 16:00 Uhr,


mit Empfang und experimenteller Bußtagsliturgie von und mit Johannes Koch, Berghülen, Verein für Kirche und Kunst e.V. und Gerald Buß, Göppingen

Es sprechen:

Akademiedirektor Prof. Dr. Jörg Hübner, Bad Boll

Prälat i.R. Hans-Dieter Wille, Tübingen

Zur Ausstellung spricht

Susanne Jakob, Kunstwissenschaftlerin M.A. zum Thema:

»Mitmachen, teilhaben und sich selbst organisieren. Modelle der Demokratisierung in der Bildenden Kunst«




Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring, Bad Boll

Reinhard Lambert Auer, Stuttgart


Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo-Sa: 9 -18 h, So: 9 – 14 h


Dauer der Ausstellung:
16. November 2016 - 29.Januar 2017



Evangelische Akademie Bad Boll

Akademieweg 11

73087 Bad Boll

www.ev-akademie-boll.de

Boller Bußtag der Künste
in Kooperation mit dem Verein für Kirche und Kunst e.V.





»ANVERWANDELN, AUSSCHWEIFEN«
Kontextbezogene Malerei von Kerstin Schaefer


Programm:




16:00 Uhr Ankunft, Stehkaffee, Gespräche

16:30 Uhr Begrüßung und Grußwort des Akademiedirektors

17:00 Uhr Experimentelle Bußtagsliturgie

18:00 Uhr Ausstellungseröffnung „Anverwandeln, Ausschweifen“ Kontextbezogene freie Malerei von Kerstin Schaefer, Stuttgart

Statement „Mitmachen, teilhaben und sich selbst organisieren. Modelle der Demokratisierung in der bildenden Kunst“

Susanne Jakob, Kunstwissenschaftlerin M.A.

Offenes Gespräch:
Susanne Jakob & Kerstin Schaefer im Dialog mit dem Publikum

„Schöpfung – performative Aktion mit Bienenwachs“



19:15 Uhr Kunst in der Landeskirche – Präsentation und Information


19:30 Uhr Buffet



Anschließend Konzert!

ABK – Akademische Betriebskapelle Stuttgart






Informationen zur Künstlerin:

Kerstin Schaefer ist eine Malerin, Zeichnerin (ad-hoc-Kalligrafien) und Performerin mit Arbeitsmittelpunkt in Stuttgart, ist Absolventin HfBK Dresden, war dort nach Ihrem Diplom in Freier Kunst Meisterschülerin für „Übergreifendes künstlerisches Arbeiten“.
Themenkreise: Freiheit, Wunsch, Vision, Schöpfung, Raum & Haus.

Oft arbeitet sie mit vorgefundenen Dingen, die sie remodelliert, übermalt, zerstört und überarbeitet und so in ihre Vorstellung von Gegenwärtigkeit versetzt, was oft übergriffig, krude, manchmal zurichtend, manchmal humorvoll daherkommt, letztlich aber immer skulptural-malerisch konsistent ist. Sie bringt historische Artefakte durch Übermalung und "Reparatur", durch Ergänzungen und Neuverfügung in eine neue, verdichtete Erscheinungsform, holt die Dinge in "ihre Gegenwart". Sie geht von der unbedingten energetischen Gefülltheit auch des Unscheinbaren, scheinbar Harmlosen oder Unbedeutenden aus und schält das Authentische aus einem Ding, Raum, Setting heraus. Sie sammelt und konstruiert Atmosphären. In ihrer Malerei, die immer auch in ihren Installationen und performativen Settings -neben Stoffen, Sound und weiteren synästhetischen Komponenten- eine wichtige Rolle spielt, gestaltet sie die Kernaussagen oft additiv.

Sie arbeitet als Malerin gern spezifisch mit gegebenen oder eigentümlich gebauten Räumen/Architekturen, die sie durchgestaltet und synästhetisch mit Arbeiten von sich spickt und ausstattet. Gern arbeitet sie darin oder auch außerhalb davon mit Zufallspublikum und Passanten im öffentlichen und halböffentlichen Raum; sie baut Räume und involviert diese in künstlerische Handlungen und Prozesse, die auf die gleichberechtigte Herstellung und den anschließendem Austausch von Artefakten gemeinsam mit einzelnen Besuchern, oft in "Sessions" vor weiterem Publikum, aufbauen. Schöpfung, Muße und die Selbstverständlichkeit künstlerischer Handlungen und künstlerischer Entstehungsprozesse als Grundbedürfnis des Ausdruckes und der Weltwahrnehmung von uns Menschen sind dabei stete inhaltliche Bezugspunkte. Gerne lässt Kerstin Schaefer diese Begegnungen in gebauten Settings, die über und über erfüllt sind mit ihren Objekten, Lichtkörpern und Malereien, stattfinden, um in einer derart energetisch aufgeladenen Umgebung die Kunstproduktion und das zu-sich-und-zum Wesentlichen-Kommen zu erleichtern und zu induzieren/evozieren.

Kerstin Schaefer beschäftigt sich malerisch, zeichnerisch und raumgreifend mit dem Zauber des Zufalls, der Magie in und hinter den Dingen, mit Unstimmigkeiten vis-à-vis Stimmigkeiten, im Dialog von Hell mit Dunkel, mit Zwischentönen und im Erforschen von inneren Kraftquellen, liefert Atmosphären und Gefüge, die immer weitere Botschaften und Bilder, Schiften und Objekte enthüllen, die unser Unbewusstes versteht und mit denen es unmittelbar kommunizieren kann.



www.kerstinschaefer.com



Allgemeine Informationen:


Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11

73087 Bad Boll, Tel. 07164 79 – 0, www.ev-akademie-boll.de











9. November 2016

EÖ: Akademie Schloss Solitude am 17. November 2016 um 19:00 Uhr



performance, ausstellung

Am Donnerstag, dem 17. November 2016 um 19 Uhr lädt die Akademie Schloss Solitude herzlich zu den Ausstellungseröffnungen der Stipendiaten Kai Linke, Ivana Ivković mit Dragana Bulut ein. 

Zudem beteiligt sich die Akademie an dem Jubiläum der Ausstellungsreihe Retour de Paris und zeigt Arbeiten von Rolf Schneider und Laura Bernhardt, beide ehemailge Stipendiaten der Cité Internationale des Arts in Paris.


Ausstellungsdauer: 18. November bis 18. Dezember 2016

​Öffnungszeiten: Di–Do 10–12 & 14–17 Uhr, Fr 10–12 & 14–16 Uhr, Sa–So 12–16 Uhr

Akademie Schloss Solitude
Solitude Haus 3
70197 Stuttgart
Quelle/Information:
 
 
Kai Linke
By Hands
Der Frankfurter Produktgestalter Kai Linke setzt sich in seinen Arbeiten mit unterschiedlichsten, natürlichen Materialien und ihren Oberflächen auseinander. Er erkundet deren Vielfalt durch experimentelle Herangehensweisen. Die Materialität der Produkte ist uns vertraut, doch verschwinden sie immer mehr aus unserem Umfeld und damit auch das Handwerk aus unserer Umgebung.
Kai Linke richtet hierbei ein besonderes Augenmerk auf traditionelle low tech-Produktionsverfahren sowie auf die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Handwerkern. In Kooperation mit einer Töpferei und einer Kunstgießerei sind Produkte entstanden, deren Identität die Auseinandersetzung mit den Materialien und Oberflächen wiederspiegelt.


Ivana Ivkovic mit Dragana Bulut
Friedhof der Wale (The Whale Graveyard) – Eine Performance-Serie
Friedhof der Wale ist ein fiktionalisierter Reisebericht aus Aktionen und Wörtern, der sich über Tage und Wochen vor der Kulisse der ABR-Bibliothek der Akademie Schloss Solitude entfaltet. Durch persönliche Auseinandersetzungen, die Nutzung von Archiven und Reiseerinnerungen, aber auch durch Begegnungen mit Menschen, kreieren Ivana Ivkovic und Dragana Bulut eine Performance-Serie, die sich in Konstellationen und Gruppierungen, in leere Notizbücher und mit Öl verschüttete Landschaften hineinwagt.
Ivana Ivkovic und Dragana Bulut waren 2015 Stipendiatinnen der Akademie Schloss Solitude im Bereich Darstellende Kunst. Im Januar 2016 war Ivana Ivkovic Stipendiatin von Station Service for Contemporary Dance, Belgrad im Rahmen des Austauschprogramms mit der Akademie Schloss Solitude.
Die ABR-Bibliothek ist während der Ausstellungsdauer jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. 



Retour de Paris
Auch die Akademie Schloss Solitude beteiligt sich an dem Jubiläum der Ausstellungsreihe Retour de Paris, die 1986 im Institut Français de Stuttgart eingeleitet wurde. Sie zeigt Arbeiten des ersten Künstlers dieser Reihe, Rolf Schneider und einer der jüngsten Stipendiatinnen aus Baden-Württemberg an der Cité Internationale des Arts in Paris, Laura Bernhardt. In 30 Jahren hat sich nicht nur die Praxis der Kunst geändert. Auch die Auswahl, der Umgang mit der Zeit eines Stipendiums und die Ergebnisse stellen sich radikal anders vor. Davon erzählt die Konfrontation zwischen den beiden Künstlern dieser Ausstellung.

Laura Bernhardt mit Haseeb Ahmed, Demian Bern, Christoph Knoth, Michl Schmidt, Tessa Zettel & Gäste
(no)action(no)space 
Mit der Forschungs- und Arbeitsplattform (no)action(no)space untersuchen die beteiligten Künstler kollektive Handlungsräume und deren Strukturen. Die Entwicklung eines solchen geteilten Raums wird als Ausstellung öffentlich manifest; welche Infrastrukturen sind daraus erwachsen und wie formen sie die einzelnen Positionen und Beiträge ihrer Akteure?
Diese begeben sich mit ihren Werkzeugen, Möglichkeiten und Grenzen in die vernetzten Wechselbeziehungen ihres selbst erzeugten Wirkungsfelds, welches analoger, virtueller, mentaler oder fiktionaler Natur sein kann und sich letztendlich in einer digitalen Publikation zu verorten versucht.

Rolf Schneider
Le secret doux
Nach einem halben Jahr als Stipendiat an der Cité Internationale des Art, stellte 1986 der Heidelberger Künstler Rolf Schneider (1948-2006) einige seiner in Paris neu entstandenen Arbeiten in den Räumen des Institut Français de Stuttgart aus. Le secret doux, das süße Geheimnis, so hieß die Skulptur von Rolf Schneider, die auf dem ersten Plakat der Ausstellungsreihe Retour de Paris abgebildet wurde. Diese Skulptur existiert leider nicht mehr und die Zeichnungen und Collagen, die in der Ausstellung gezeigt werden, können dieses Geheimnis nicht mehr lüften. Sie ziehen aber Parallelen zwischen plastischen und sprachlichen Ausdrucksformen und setzen sich auf poetische Weise mit Grundbegriffen des Bildhauerischen auseinander.


Die Ausstellungsreihe Retour de Paris wurde realisiert mit der freundlichen Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

​​Eintritt frei.

Ausstellungsdauer: 18. November bis 18. Dezember 2016

​Öffnungszeiten: Di–Do 10–12 & 14–17 Uhr, Fr 10–12 & 14–16 Uhr, Sa–So 12–16 Uhr

Akademie Schloss Solitude
Solitude Haus 3
70197 Stuttgart
Deutschland
Tel. +49 (0) 711 99 61 90
Fax +49 (0) 711 99 61 95 0



28. Oktober 2016

EÖ: Do., 3.11.16, 19h /// PRACTICE PROCESS PROGRESS /// Villa Merkel, Esslingen

Freitag, 4. -  Sonntag, 13. November 2016

PRACTICE PROCESS PROGRESS

Ausstellung des Weißenhof-Programms (Meisterschüler) der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Villa Merkel


Eröffnung am Donnerstag, 3. November 2016, 19 Uhr


Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar • Pulverwiesen 25 • 73726 Esslingen am Neckar Tel: +49 711 3512 2640 • Fax: + 49 711 3512 2903 • E-Mail: villa-merkel(at)esslingen.de


PRACTICE PROCESS PROGRESS – ein Projekt zum Dazwischen: zwischen Studium und freier künstlerischer Praxis; zwischen „behütender“ Hochschule und freier Wildbahn – junge Künstlerinnen und Künstler zeigen Projekte und beweisen Haltung am Beginn ihrer Karriere.

PRACTICE PROCESS PROGRESS präsentiert Projekte und Arbeiten des ersten Jahrgangs an Meisterschülern der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, seien dies Videos, Fotografien, Malerei, das multimediale Ausloten der Aura religiös aufgeladener Gegenstände oder eine politische Theorie der Form und vieles mehr. Die Arbeiten entstanden während des einjährigen postgradualen Studienprogramms an der Akademie. Mit PRACTICE PROCESS PROGRESS wird zudem die verschiedentlich, etwa im Zusammenhang mit den Debutausstellungen, erprobte Zusammenarbeit zwischen der Villa Merkel und der ABK Stuttgart auf einer neuen Ebene fortgeführt.

PRACTICE PROCESS PROGRESS : mit Arbeiten und Projekten von Anna Gohmert, Gruppe CIS, Valentin Hennig, Anna Huxel, Georg Lutz, Ann-Kathrin Müller sowie Salon Büro (namentlich Andreas Bauer, Benjamin Bronni, Fabian Treiber).

Zur Eröffnung sprechen:

Andreas Baur
 Leiter der Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen

und Prof. Mariella Mosler
Vorsitzende des Programmausschusses an der ABK Stuttgart

Im Anschluss: electro-wave-dance-italo-disco, DJs Melary Stardust, Jörg Freitag



Ergänzt wird PRACTICE PROCESS PROGRESS durch ein umfangreiches Begleitprogramm:

Dienstag, 8. November, 19 Uhr
Kuck mal, wer da spricht!
Hörstück und Projektionen von Fides Schopp
Moderation: Ann-Kathrin Müller

Mittwoch, 9. November, 19 Uhr
Meantime
Musikalische Improvisationen von Pony Says mit anschließendem Künstlergespräch des Salon Büro

Samstag, 12. November, 19 Uhr

Private Space.
Gemeinsames Essen stiftet Gemeinschaft.
Abendessen im Salon Büro. Anmeldung und weitere Informationen: Frau Marianne Jossifidou villa-merkel(at)esslingen.de oder 0711 3512 2640

Führungen durch die Ausstellung in Begleitung der Künstler, jeweils 18.30 Uhr

Freitag, 4.November: Gruppe CIS
Samstag, 5. November: Anna Gohmert
Dienstag, 8. November: Ann-Kathrin Müller
Mittwoch, 9. November: Georg Lutz
Donnerstag, 10. November: Anna Huxel
Freitag, 11. November: Valentin Hennig
Samstag, 12. November: Salon Büro

Allgemeine Führung, sonntags 15 Uhr


Quelle: www.villa-merkel.de

23. Oktober 2016

EÖ: LINIENSCHAREN /// Querungen WKV /// Do., 27.10 19h


LINIENSCHAREN

Plattform für zeitgenössische Zeichnung zeigt die Gruppenausstellung


differenzierbare Mannigfaltigkeiten 



in den Querungen
Württembergischen Kunstverein Stuttgart
Schloßplatz 2
70173 Stuttgart



Eröffnung: Donnerstag, der 27.10.2016 um 19 Uhr



Abendtermin mit Präsentationen am Mittwoch, dem 23.11.2016  um 18:30 Uhr


Finissage, ebenfalls mit Präsentationen, am Sonntag, dem 4.12.2016 um 16 Uhr



Zur Ausstellung


Die Präsentation der Stuttgarter Plattform für Zeichnung LINIENSCHAREN knüpft an ihre vorhergehende Ausstellung „Alle feat. arrangierte Ehen“ an und wird das wesentliche Motiv fortführen, welches auch alle sonstigen Aktivitäten des Forums stetig umkreist: Das Arbeiten mit der Linie, die sich in unterschiedlichster Form in Zeichnungen und Druckgrafiken manifestiert, die aber auch Gegenstand künstlerischer Arbeiten sein kann, welche sich einer anderen Ausdrucksform bedienen.
Wie vielfältig die Methoden der Näherung sind und wie vielfältig mittlerweile auch das Spektrum der Linienscharen KünstlerInnen ist, wird auch daran offensichtlich, dass Strategien zur Umsetzung der künstlerischen Ideen vom Arbeiten auf Papier und im Raum, über das Objekt und Video bis hin zur Performance reichen. Um allen Aspekten gerecht werden zu können, werden ergänzend zur ständigen Präsentation bei zusätzlichen Veranstaltungen Arbeiten vorgeführt, die performativen Charakter haben. Es gibt dabei Medienbasiertes wie auch Performances zu sehen, als auch Zeichnungsbücher oder serielle Arbeiten, die vor Publikum geblättert werden.
Für Linienscharen ist dieser Part der Ausstellung besonders bedeutend, da er den Kerngedanken der Plattform widerspiegelt: Linienscharen als Forum lebt vom Zusammenkommen und der gemeinsamen Auseinandersetzung mit einem Werk im Original, was in der Regel zu erhellenden Begegnungen und intensivem Austausch führt.





Teilnehmende Künstler:


Maria Kropfitsch // Gert Fabritius // Michaela Wirsig // Ines Spanier // Jan Hooss // Tobias Greiner // Karina Stein // Wolfgang Neumann // Dorothea Schulz // Karl-Heinz Bogner // Ute Woracek // Jörg Mandernach // Ursel Gerdemann // Stef Stagel // Elke Lehmann // Cesa Wendt // Clemens Baiker // Manuela Beck // Karin Kramer // Maria Grazia Sacchitelli // Anna Leonie // Martin Bruno Schmid // Melanie Grocki // Stefanie Krüger // Matthias Kohlmann // Barbara Karsch-Chaieb // Sam Szembek // Margarete Lindau // Carolin Jörg // Sabina Aurich // Detlev Fischer // Cosima Schuba // Stefanie Reling // Kathrin Sohn // Salon der Zeichner*innen // Heinz Treiber // Danielle Zimmermann // Andreas Opiolka // Niko Grindler // Uwe Seyl // Hildegard Esslinger // Andreas Böhm // Mélanie Lachièze-Rey // Beate Jakob // Nadine Pasianotto // Michelin Kober // Lisa Moll // Gudrun Knapp // Erika Wakayama // Bettina Scheck // Alexandra Centmayer // Jana Khatik // Ute Fischer-Dieter // Kanoko Hashimoto // Uwe Kubiak // Ulrich Seibt // Lukas Derow // Monika Schaber // Eva-Maria Reiner // Gudrun Freder // Mareike Lee // Florina Leinß // Eduard Losing // Barbara Hoffmann // Christiane Haag // Tanja Sabellek // Thora Gerstner // Katrin Ströbel // Gert Wiedmaier // Erwin Holl // Serge de Waha // Frauke Schlitz // Tina Schneider // Beate Terfloth // Antonia Selzer // Markus Hallstein // Monika Nuber // Thomas Müller // Birgit Gessner // Harald Kröner // Olaf Probst // Ulrike Kirbach // Gabriela Oberkofler // Claude Horstmann // Renate Maucher













Quelle: http://linienscharen.katrin-stroebel.de/

17. Oktober 2016

KÜNSTLERHAUS STUTTGART /// Künstlergespräch Alkisti Efthymiou, Do., 20.10. 19h

Confusion, exhaustion, boredom and often bitterness
—a conversation with Alkisti Efthymiou

on Thursday 20th October, 7pm at Künstlerhaus Stuttgart























The evening is part of Mixed Feelings, presented by anorak at Künstlerhaus Stuttgart.


It’s hard to know what we institute when we don’t institute but we do know what it feels like.
—Stefano Harney and Fred Moten

Confusion, exhaustion, boredom and often bitterness is a two-part conversation with Alkisti Efthymiou looking at the affective reality of work in precarious (almost) institutions. The evening, set around an artificial campfire, will start with Alkisti sharing her experience and thoughts on her long-running involvement with the Athens Biennale. In this first part, Alkisti will attempt to express the inherent contradictions associated with, on one hand, a commitment to keep on believing in such an institution’s critical creative potential while at the same time struggling with frustratingly unstable conditions of work.
These thoughts will set the framework for a conversation around issues of precarity in a present of ‘crisis’ as ordinary and inscribed in the everyday; about why it feels so difficult to ‘institute’ when there is no way to know that—or what—we are instituting.

Alkisti Efthymiou (b. 1988) is a cultural worker and aspiring academic based in Athens. She is currently pursuing a Master’s in Gender Studies at Panteion University of Social & Political Sciences, while working as Curatorial Assistant at Künstlerhaus Stuttgart. With a background on cultural, queer and feminist theory, she is interested in issues of gender, identity, sexuality, and affect in their convergence with contemporary art. Until last June she worked as Programme Co-ordinator at the Athens Biennale.

Mixed Feelings is hosted and curated by anorak, in collaboration with Künstlerhaus Stuttgart and Palermo Galerie. Taking the form of a dinner, a screening, a conversation, and an exhibition, Mixed Feelings is centred around daily experiences and routines as ways of relating to a shared social sphere—the everyday as an atmosphere.

The exhibition at Palermo Galerie continues until 25th October and is open by appointment.


Anorak is a collective and non-profit organisation including Lukas Ludwig, Johanna Markert, and Florian Model. Our practice is based on collaborative processes which we believe lie at the core of artistic production.

Quelle:
Künstlerhaus Stuttgart
Reuchlinstr. 4b
70178 Stuttgart
www.kuenstlerhaus.de
Open Wednesday–Sunday 12–6pm










10. Oktober 2016

EÖ: Sa., 15.10.16, 19 h - KVN Kunstverein Neuhausen /// «OUR MIND INTO A BREZEL» mit Vortägen, Aktionen, Performances, Publikation und Archiv

 KUNSTVEREIN NEUHAUSEN e.V.




«OUR MIND INTO A BREZEL»

Neue Sichtweisen auf Tauschmittel, Finanzwelt und Ökonomie 
15. Oktober - 4. Dezember 2016
Eröffnung: Samstag, 15. Oktober, 19 Uhr

“It turns the mind into a brezel” ist ein Zitat des belgischen Notenbankers und Professors für internationales Finanzwesen Bernard Lietaer. Mit dieser Metapher beschreibt der Belgier bildhaft die Auswirkungen des Geldes auf unser Denken und Bewusstsein. Die Gier und das Streben nach Geld lässt uns nicht mehr geradeaus denken, sondern nimmt sonderbare Verschlingungen und Verknotungen an, eben die einer geflochtenen Brezel.
In der Kunst der zurückliegenden Jahrzehnte gibt es eine Reihe künstlerischer
Positionen, die sich auf diese Thematik beziehen. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gibt es teilweise wenig beachtete Versuche, andere Formen des Wirtschaftens zu praktizieren. Die Grundidee von «Our Mind into a Brezel» ist, die einzelnen ökonomischen Gegenentwürfe zusammenzufassen und in einem mehrteiligen Kunstprojekt zu reflektieren.

Die eingeladenen Künstler/innen entwickeln bereits vor oder zur Ausstellung Projekte, in denen das Finanz- und Wirtschaftssystem sowie das veränderte Verhältnis von Arbeit, Leistung und Lohn kritisch kommentiert, Konzepte zu anderen Ökonomien formulieret, und Haltungen des Verzichts, der Verweigerung und der Subversion dem Phänomen der überdrehten Finanzwelt gegenübergestellt werden.


AKTIONEN & PERFORMANCES (zur Eröffnung)
PETER KEES; LEANDER SCHWAZER, ANGELIKA LUZ & PASCAL ZUREK


PROJEKTE
Byung Chul Kim (D/COR/), Lucia Dellefant (D), Rainer Ganahl (USA/D/A); Martina Geiger-Gerlach (D), Leopold Kessler (A/D); Wermke & Leinkauf (D); Hans Winkler (D/USA); Georg Winter (D) und Anke Zürn (CH/D).

ARCHIV
JSG Boggs (USA); Paolo Cirio (USA/I); Abbie Hoffman (USA),The KLF (UK); Uwe Jonas & Peter Kees &  Hans Winkler,  (D); Janice Kerbel (CAN/UK);; Gianni Motti (CH); Zanny Begg & Oliver Ressler (AUS/ A), Dread Scott (USA), u.a. 


VORTRAG

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19 Uhr
Prof. Dr. Heiner Flassbeck

Für die Ankündigung seines Vortrags im Kunstverein Neuhausen möchte Heiner Flassbeck nicht auf ein bestimmtes Thema festgelegt werden, sondern sein Vortragsthema der aktuellen  finanz- und wirtschaftspolitischen Situation und der damit verbundenen Problemstellung anpassen.

Der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck war Ende der 1990er Jahre Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. 2003 – 2012 wechselte er als Chefvolkswirt zur UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung (unctad) nach Genf/CH. 


KVN PROJEKTRAUM

Rupert-Mayer-Kapelle
Rupert-Mayer-Str. 68
73765 Neuhausen/Fildern 
 M. 0172/5451345
Öffnungszeiten:

Samstag und Sonntag: 14 - 18 Uhr 
oder nach Vereinbarung M 0172/5451345




PUBLIKATION
Zur Ausstellung erscheint THE EXECONOMIST - ein projektbezogenes Magazin mit Texten und Bildern zu Kunst, Finanzsystem, anderen und alternativen Ökonomien.
(Mit Beiträgen von: Kai Bauer, Susanne Bosch, Lucia Dellefant, Elke Eberle, Heiner Flassbeck, Dietrich Heissenbüttel, Susanne Jakob, Peter Kees, Ilija Lazarevic, Oliver Ressler,  Klaus Schöneberger, Joel Tauber, Mike Watson, Hans Winkler, Georg Winter, u.v.a.) VP 3,50 €

Dread Scott, Money to Burn, NYSE, Wall Street, NY, 2010 © Dread Scott
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KVN PROJEKTRAUM 
Rupert-Mayer-Kapelle, Rupert-Mayer-Str. 68
73765 Neuhausen/Fildern  M. 0172/5451345
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag: 14 - 18 Uhr oder nach Vereinbarung M 0172/5451345


Our Mind into a Brezel» wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds Bonn e.V., von der Kommune Neuhausen, vom Regierungspräsidium Stuttgart und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg. 
Dank an:, Claire Lachky, Vokuhila,), Andreas Mayer-Brennenstuhl; Shahenda Shaker (Kairo)

EÖ: Fr., 14.10.16, 19h WKV /// Ines Doujak. Not Dressed For Conquering - Zum Erobern falsch gekleidet



Ines Doujak. Not Dressed For Conquering

Zum Erobern falsch gekleidet

15. Oktober 2016 – 15. Januar 2017




In manchen Kulturen erscheinen Körperbewegung, Film und Gesang als direkte Übersetzungen textiler Muster, bei denen sich die Farben bekriegen oder wenigstens im Streit miteinander liegen. Vom musikalischen Offbeat getragen, rütteln diese Muster an ihrer Einfassung oder Säumung, die sie als Ausdruck einer Ordnung deuten, die es zu sprengen gilt.
Ines Doujak


 
Vom 15. Oktober 2016 – 15. Januar 2017 nimmt der Württembergische Kunstverein im Rahmen der Ausstellung Ines Doujak. Not Dressed For Conquering (Zum Erobern falsch gekleidet) die Gestalt eines Fashion Stores – genauer: einer Ansammlung diverser Pop-Up Stores – an.





WKV
Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2
D-70173 Stuttgart
www.wkv-stuttgart.de



PROGRAMM


Freitag, 14. Oktober 2016, 19 Uhr
ERÖFFNUNG


Mit Klub Mutti: Modenschau
Fashion Ikone und ,It-Girl‘ Mara Gheddon präsentiert die aktuellen ,must-haves‘ der Saison und redet über Moden und andere Umstände. Die Exilschwäbin interessiert sich für Handarbeiten und Geschlechtergrenzen.



Samstag, 15. Oktober 2016
14 –18 Uhr
WORKSHOP


Re-clothed
Mit Alessandro Marques, Pablo Lafuente
Alessandro Marques und Pablo Lafuente stellen in diesem Workshop gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Kleidung her, die den eigenen Körper erweitert und mit anderen verbindet. In vier Stunden soll eine Serie von Outfits konzipiert werden, wobei der Prozess im Vordergrund steht, der auch die Erarbeitung einer Reihe von tänzerischen Bewegungen umfasst.
Alessandro Marques: Designer, São Paulo
Pablo Lafuente: Autor, Dozent und Kurator, Porto Seguro, Bahia, São Paulo

Sprache: englisch; Begrenzte TeilnehmerInnenzahl
Anmeldung erforderlich bis zum 10. Oktober 2016
Info + Anmeldung:
Barbara Mocko, mocko@wkv-stuttgart.de, Fon: +49 (0)711 - 22 33 713
TeilnehmerInnengebühr: 15 Euro; ermäßigt und Mitglieder des WKV: 7,50 Euro




Samstag, 15. Oktober 2016
19 UHR
PERFORMANCE

What Inside Forms An Outside
And What Is The Space In Between?
Mit John Barker, Ornella de Bakel, Ines Doujak
Welches Innen formt ein Außen, und was ist der Raum dazwischen? Wir sprechen über die Substanz Ergolin und eine ihrer Alkaloide, LSD, die das Bewusstsein von Neurowächtern befreien. Wir sprechen von der Haut, die mehr ist als ein Gefäß und über Ekel als emotionale und politische Barriere.
John Barker: Autor, Essayist, Performer, politischer Aktivist, Wien / London
Ines Doujak: Künstlerin, Wien, London
Ornella de Bakel: KünstlerIn, Dragqueen, Wien

Sprache: deutsch, englisch





Donnerstag, 24. November, 2016, 19 Uhr
PODIUMSDISKUSSION

Burn Out. Tödliches Feuer. Vier Jahre, keine Gerechtigkeit
Mit Thomas Seibert (medicointernational), Miriam Saage-Maaß (ECCHR), u.a.
In Kooperation mit Terre des HommesBeim Brand der Textilfabrik Ali Enterprises im pakistanischen Karachi am 11. September 2012 kamen 287 Menschen ums Leben. Als der pakistanische Staat die inhaftierten Fabrikbesitzer wieder freiließ, und der deutsche Textildiscounter KiK, Hauptauftraggeber von Ali Enterprises, die Entschädigungsverhandlungen verschleppte, gründeten Saeeda Khatoon und Nasir Mansoor die „Vereinigung der Überlebenden und Hinterbliebenen“, in der sich die betroffenen Familien selbst organisierten. Unterstützt von der Gewerkschaft NTUF, von medico international und den AnwältInnen des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Berlin reichten sie 2015 beim Dortmunder Landgericht eine Zivilklage gegen den Discounter ein. Ein Präzedenzfall - da Klagen dieser Art rechtliches Neuland sind - bei dem es u.a. um die Frage geht, inwieweit deutsche Unternehmen auch zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn ihre Zulieferfirmen in anderen Ländern Menschrechte verletzen.







Samstag, 26. November 2016, 14–17 Uhr
SEMINAR
Lost and Found


Mit John Barker, Ines Doujak, Evelyn Steinthaler
Mütter, die im London des 18. Jahrhunderts ihre Kinder nicht versorgen konnten, sahen ihren letzten Ausweg darin, für sie einen Platz im Findelhaus zu gewinnen, der über ein Lotteriesystem vergeben wurde. Anstelle von Ausweispapieren hinterließen sie ein individuelles Stück Stoff. Heute haben Eltern in Kriegsgebieten eine ähnliche Hoffnung, dass ihre Kinder Zuflucht in Europa finden. Zu viele von ihnen verschwinden, trotz der schwer überwachten Welt, in der wir leben. Schließen Sie sich uns an, in Zeiten von Verzweiflung und Not, bei der Suche nach individuellen Schicksalen von unbegleiteten Minderjährigen! Lassen Sie uns diese Ökonomie der Verzweiflung beleuchten!
Evelyn Steinthaler: Autorin, Herausgeberin, Performerin, Übersetzerin, Wien

Sprache: deutsch, englisch





Sonntag, 15. Januar 2017, 18 Uhr
FINISSAGE + BOOK LAUNCH

Eccentric Archive
Mit John Barker, Ines Doujak u.a.
Sprache: englisch




ÖFFNUNGSZEITEN
Di, Do–So: 11-18 Uhr; Mi: 11-20 Uhr

EINTRITT AUSSTELLUNGEN
5 Euro / 3 Euro ermäßigt
Mitglieder des WKV: freier Eintritt



FÜHRUNGEN

Kostenlose Führungen
Sonntags, 15 Uhr




Begeben wir uns nun in die versiegelte und geschichtsblinde Welt der Mode, um deren schöne Oberfläche einzuschmutzen.

Vom 15. Oktober 2016 – 15. Januar 2017 nimmt der Württembergische Kunstverein im Rahmen der Ausstellung Ines Doujak. Not Dressed For Conquering (Zum Erobern falsch gekleidet) die Gestalt eines Fashion Stores – genauer: einer Ansammlung diverser Pop-Up Stores – an.

Die Ausstellung basiert auf dem langjährigen Projekt Webschiffe / Kriegspfade der österreichischen Künstlerin Ines Doujak (*1959), das in unterschiedlichen Formen und Formaten den Verschränkungen zwischen Textilien, Mode, Kolonialismus, Gewalt und globalisierten Produktionsverhältnissen nachgeht. Es umfasst Doujaks „exzentrisches Archiv“, das der Geschichte der Globalisierung anhand von Textilien aus dem andinen Raum nachgeht; eine offene Reihe von Skulpturen, Performances, Texten und Videoarbeiten sowie diverse, sich ständig weiterentwickelnde Modekollektionen.

Die Ausstellung Not Dressed For Conquering greift eine Auswahl aus all diesen Elementen auf, reorganisiert und erweitert sie. Im Vordergrund stehen dabei acht Modekollektionen, die in den eigens dafür gestalteten Pop-Up-Stores präsentiert werden und jeweils unterschiedlichen Themen und Motiven folgen.

Es geht um das Feuer brennender Fabriken und das – auch im wörtlichen Sinne – Burnout von NiedriglohnarbeiterInnen, um Tier- und Menschenhäute, Karneval und Maskerade, Drogen und Krieg und den Teufel höchstpersönlich. Verhandelt werden die von Strichcodes über automatisierte Kräne und Container bis zu Riesenschiffen straff organisierten Lieferketten des globalen Handels oder die lange Geschichte der Degradierung von ArbeiterInnen zu „intelligenten Affen“.

Die Kollektionen bestehen aus Stoffen, denen die diversen Themen und Motive direkt eingeschrieben sind, sowie aus den daraus weiterentwickelten Schnittmustern, Kleidungstücken, Outfits und Accessoires, aber auch Texten, Publikationen, Objekten, Videos sowie Tanz- und Musikstücken, in denen Stoffmuster in Bewegung und Ton versetzt werden.

Das aus Stores, Auslagen, einem Laufsteg, Umkleidekabinen, Verkaufspersonal u.v.m. bestehende Setting lässt die Grenzen zwischen Kunstwerk und Display, Ausstellungsbetrieb und Performance offen. So bilden die Ausstellungsdisplays als Ganzes auch den Rahmen für das Veranstaltungsprogramm ab; Informationen, Text- und Zitatsammlungen sind wiederum Teil der künstlerischen Displays.

Den Glamour der Modewelt auf- und angreifend, bringt Doujak nicht nur die ausbeuterischen Strukturen, Geschlechter- und Klassenordnungen von Haute Couture und Massenkleidung ins Spiel. Im Rückbezug auf die widerständigen und anarchistischen Praktiken der Textilgestaltung, die von den andinen Traditionen der Webkünste bis zu Dapper Dan, jenem New Yorker Kultschneider der Hip-Hop Szene der 1980er-Jahre, reichen, entsteht zugleich eine andere Mode, die den bestehenden Verhältnissen den Kampf ansagt. Hierfür steht auch eine Gruppe von „Plünderern“ und „Randalieren“, die gewissermaßen als verkehrte Gatekeeper der einzelnen Pop-Up Stores in Aktion treten.

Diese andere, widerständige Mode steht auch im Zentrum einer Reihe von Modenschauen, Performances und Workshops, die im Rahmen der Ausstellung stattfinden und die Schneiderkunst, Tanz, Musik, Film und Politik miteinander verbinden. 



Quelle: 
www.wkv-stuttgart.de

4. Oktober 2016

Eva Baumann: Performance, Sa., 15.10.16, 16h /// drinnen wie draussen /// Starzach-Börstingen




drinnen wie draußen_eine installative choreografische Versuchsanordnung in Börstingen


In einer aus Gummibändern bestehenden netzartigen Installation im ehemaligen Schulhof des kunstort ELEVEN artspace erkundet die Tänzerin und Choreografin Eva Baumann - physisch wie sinnbildlich - das drinnen wie draußen sein.


Die Performance steht als Metapher für Grenzen die man bewusst oder unbewusst zieht. Sie ist eine Reflexion über die Funktion von Abgrenzung - wie Schutz und Geborgenheit versus Isolation und Eingeschlossen-Sein : sowohl ein universelles als auch überaus aktuelles Thema des Menschen. Die Künstlerin interessiert sich im Rahmen ihrer choreografischen Praxis für verschiedene Kontexte um die Verortung des Körpers im Raum zu befragen. Am Sonntag, den 16. Oktober lädt sie das Publikum ein, selbst in der begehbaren Installtion das drinnen wie draußen zu erfahren .


Samstag,15. Oktober 2016 um 16 Uhr (Performance), 


16. Oktober ab ca. 11 bis 17 Uhr (begehbare Installation) 

Kunstort ELEVEN artspace, Schulstrasse 27, 72181 Starzach-Börstingen

http://www.kunstort-eleven-artspace.net/VORORT2.htm (zwischen Rottenburg und Horb)


Quelle: http://evabaumann.blogspot.de/

1. Oktober 2016

"Stuttgart’s First Pop Model" von Hannelore Kober EÖ: do., 20.10.16, 19h / mit Performance

"Stuttgart’s First Pop Model"

von Hannelore Kober

                                                                                                                                          Foto: Hannelore Kober www.hannikober.de
20. Oktober 2016 - 5. Februar 2017


Die Traumwelt der Werbung drängt uns stereotype Idealvorstellungen auf, wie Körper auszusehen haben und sich benehmen müssen. In TV-Castingshows werden junge Frauen professionell zu Marionetten getrimmt, um die Schemata unserer Modeindustrie zu verkörpern, zu erneuern und ständig zu wiederholen – nicht zuletzt, um all jene auszusperren, die den Anforderungen an die derzeit als „perfekt“ geltenden Maßeinheiten nicht entsprechen.
Hannelore Kober möchte im Rahmen eines Workshops dieser gleichsam zauberhaften wie unwürdigen Heimsuchung ein Schönheitsmodell hinzufügen, das den Rahmen der gängigen Vorstellung von „Schönheit“ sprengt und hoffentlich erweitert. Die vhs Kunstgalerie wird zur öffentlichen Modewerkstatt, zum alternativen Casting-Ort und zum Präsentationsraum neuer Ideen zur Mode. Das Publikum ist eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.


Kurator: Kurt Grunow 

 
Vernissage mit Performance: Donnerstag, 20. Oktober 2016 um 19:00 Uhr


„Die Zwillinge“, Rüdiger Scheiffele und Hannelore Kober


Vorstellung 1. Episode STUTTGART’S FIRST POP MODEL

Ausstellungsdauer: 21.10.16 - 5.2.17




vhs Kunstgalerie

TREFFPUNKT Rotebühlplatz 
im Foyer Robert-Bosch-Saal, 1. und 2. OG
Rotebühlplatz 28

Stuttgart


Finissage: Do, 2.2.2017, 19:00 Uhr
Finale STUTTGART’S FIRST POP MODEL




Info:
Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm begleitet, zu dem wir Sie herzlich einladen. Unter der Leitung von Hannelore Kober finden in der vhs Kunstgalerie eine Diskussion und zwei Workshops statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Zu den Workshops bitten wir vorab um Anmeldung bei Hanni Kober unter 0711-284 9912, Mobil +49 - 177-1530 289

Weitere Informationen: www.hannikober.de


Kleidung und Mode anders machen

Praktischer Workshop mit Einführung über die Hülle des Menschen
Samstag, 5. November 2016, 12:00 - 18:00 Uhr

Wozu brauchen wir eigentlich Bekleidung, wenn wir kurz mal den Schutz vor Kälte übersehen? Gedanken über das Tragen von "Stoffen".
Mit verschiedenen ungewöhnlichen Materialien (z.B. Folien aller Art, bemalte Leinwände, Zeitschriften, Kabelrollen oder Produkte, die nach dem Konsum weggeworfen werden, wie Altkleider, Verpackungen, Plastiktüten) kreieren wir Kleidungsstücke. Einige Materialien dazu bringe ich mit. Jeder Teilnehmer kann aber auch selbst gesammelte Materialien beitragen.


Dem Modediktat entgegen wirken

Diskussion
Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19:00 Uhr

Themenschwerpunkte: Modediktat, Materialien, Werbewirksamkeit und wie kann man gegen- steuern.
Diskussionsgrundlage: Aussagen und Konzept von Michael S. Jeffries, dem ehemaligen Chef der amerikanischen Modemarke ABERCROMBIE & FITCH. Hierzu gebe ich einen Einblick in die zunächst erfolgreiche Strategie des Mode-Managers, der mit seinen mehr als fragwürdigen, jedoch werbewirksamen Aussagen die Marke zum Erfolg führte. Das ging solange gut, bis die Teenies das fette Abercrombie-Logo auf der Brust satt hatten.


Performance Workshop


Über PERFORMANCE sprechen und PERFORMANCE üben.
Samstag, 14. Januar 2017, 18:00 - 20:30 Uhr

Auf der Suche nach neuen Formen der Darstellung, bzw. Selbstdarstellung.
Das alltägliche „sich bekleiden“ ist eine Art „Performance“, ebenso wie konventionelle Modedarbietungen. (Die Bezeichnung „Performance“ gilt mittlerweile sowieso für jede Form von Darbietung.)
Für neue Maße und Auftritte in jeder Performance-Disziplin - Alltag oder Bühne - wollen wir in diesem Workshop ungewöhnliche, auch dissonante Formen der Bewegung und Darstellung suchen und finden. Dabei sehe ich die Grenze zwischen „Alltag“ und „Bühne“ eher fließend.
Eine Klamotte tragen bedeutet immer, sich in ihr zu bewegen. Deshalb ist Bewegung eine Art Schlüssel, der das gesamte Bild aufschließt. Wir üben das standardisierte Schreiten der Models auf dem Laufsteg und finden dabei unsere eigene Art des Gehens heraus. Wir untersuchen dabei Bewegung, mit der wir nebenbei auch seltene, aber bedeutende statische Momente registrieren.




Quelle: www.vhs-stuttgart.de/vhs-kunstgalerie