25. April 2016
ITO-Raum Stuttgart: "Heaven in Clouds" Peter Granser Jonas Beuchert - Edition Taube
30.4.–18.6.2016
Heaven in Clouds
Peter Granser
Jonas Beuchert - Edition Taube
In Heaven in Clouds setzt sich Peter Granser mit dem rasanten Wachstum chinesischer Großstädte, der Urbanisierung und den Auswirkungen auf Mensch und Natur auseinander. Aus Gransers Fotografien und Videoportraits hat Jonas Beuchert/Edition Taube ein vierteiliges Buchobjekt gestaltet, das zusammen mit einem Neonschriftzug und ausgewählten Fotografien im Rahmen dieser Ausstellung gezeigt wird.
Heaven in Clouds – der Name eines modernen chinesischen Wohnviertels für Gutsituierte klingt wie ein Versprechen. Die Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen hat die Metropolen in den letzten Jahrzehnten weltweit enorm wachsen lassen. Insbesondere in China, wo es bereits mehr als 240 Städte mit mehr als einer Million Einwohner gibt, scheint der Trend ungebrochen zu sein. Diese hohe Verdichtung und Konzentration wird ohne Zweifel zu dramatischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Problemen führen.
Ist das wirklich eine andere Welt, in die wir da blicken? Oder doch nur ein Spiegel unserer eigenen, auf Wachstum fokussierten Gesellschaft? In vier Büchern gegliedert betont Jonas Beuchert den existenziellen Charakter von Peter Gransers Arbeit, indem er ihr die vier kantschen Fragen gegenüberstellt: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?
Freitag und Samstag 13-18 Uhr / Tee nach Anmeldung
ITO - Raum
König-Karl-Strasse 27a
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt
Der freie Projektraum ITO experimentiert mit unüblichen Ausstellungsformaten und –formen sowie mit künstlerischen Positionen, die inhaltlich um Themen wie Zeit, Leere, Natur, Dasein und Bewusstsein kreisen.
„ITO“ ist das japanische Wort für Faden. Peter Granser und Beatrice Theil verknüpfen an diesem Ort das Erleben von Kunst mit dem Genuss von Tee. Ein- bis zweimal die Woche bereitet Peter Granser für angemeldete Gäste hochwertigen japanischen, taiwanesischen und chinesischen Tee zu. ITO bietet Zeit und Ruhe, ermöglicht die Konzentration auf den Moment und lässt dennoch Raum für Kommunikation.
Beim Tee genügt es, wenn man sich aus persönlichem Geschmack daran erfreut und ihn so genießt, wie einem der Sinn danach steht. Ungeachtet der Tatsache, dass Peter Granser ein großes Interesse an den vielfältigen Objekten der Teezeremonie sowie der Keramik entwickelt hat und diese auch in seine Arbeit einbindet, muss sich hier niemand vor Formalitäten oder Zeremonien fürchten.
Kontakt:
Beatrice Theil
+49 179 6955462
Peter Granser
+49 171 8304636
info@ito-raum.de
Quelle: ito-raum.de
Monika Nuber Special am Do., 28.4.16 um 20h im Metropol 2 - im Rahmen des ITFS und ihrer Ausstellung "Binäre System und andere Lieder"
Binäre Systeme und andere Lieder
Monika Nuber
Animationen | In Animationsloops stellt Monika Nuber ihre Erkundungen in Sachen Pop- und Volkskultur vor. Performatives, Subversives, Musikalisches und Zeichnerisches verschmelzen in außergewöhnlichen Trickfilmen. Die Ausstellung wird von einer In Persona-Werkschau beim Trickfilm-Festival begleitet.
SPECIAL mit Monika Nuber zum Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart:
Donnerstag, 28. April 2016 um 20h im Metropol 2 Kino, Bolzstraße 10, 70173 Stuttgart
Monika Nuber
Binäre Systeme und andere Lieder
Stadtbibliothek Stuttgart
Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Öffnungzeiten:
Mo - Sa: 9:00 - 21:00 Uhr
Ausstellungszeitraum:
07.04.2016 bis 20.05.2016
24. April 2016
Abel Auer und Momus im Café Weiß am 1. Mai 2016 um 17 Uhr - KÜNSTLERHAUS STUTTGART
Force & Cirumstance II
Abel Auer und Momus im Café Weiß
Sonntag 1. Mai, 17 Uhr
Café Weiß
Geißstraße 16
70173 Stuttgart
Abel Auer und Momus sprechen über ihre jeweiligen Erfahrungen in der Kunstwelt und erforschen ihre innere Motivation weiterzumachen und, nach Beckett’s Formulierung, „besser zu scheitern“.
___
Abel Auer, 1974 in München geboren ist ein deutscher Künstler, der auch schreibt und kuratiert. Er hat in den 90ern die „Akademie Isotrop“ in Hamburg gegründet und auch später oft in kollaborativen Zusammenhängen gewerkelt z.B. mit Kai Althoff. Seit einiger Zeit kontextualisiert er sich lieber im Musikmilieu. Sein Schaffen oszilliert zwischen totalem „Outsider- und/oder Insidertum".
Momus, 1960 in Schottland geboren, macht seit drei Jahrzehnten schräge Indie Pop Platten. Die Geschichten, die er in der Kunstwelt erzählt, machten ihn zum „unzuverlässigen“ Dozenten und Vortragenden, der außerdem sechs Romane veröffentlicht hat.
Force & Circumstance ist eine Gesprächsreihe rund um künstlerische Praxis, Überlebenskunst und Sehnsucht im Café Weiß. Im Setting einer Kneipe, die eigentlich sonntags geschlossen bleibt, wird das Format zu einem halböffentlichen Zusammenkommen, das sich irgendwo zwischen einer Unterhaltung über Arbeiten und deren Entstehungsbedingungen bewegt.
Sunday 1 May, 5pm
Café Weiß
Geißstraße 16
70173 Stuttgart
Quelle: www.kuenstlerhaus.de
23. April 2016
18. April 2016
CALL FOR ENTRIES GENERATE!° lab SHEDHALLE TUEBINGEN - Forum für zeitgenössische Künste
SHEDHALLE TUEBINGEN - Forum für zeitgenössische Künste
CALL FOR ENTRIES
Samstag, 28.05.2016 im FabLab und Schlachthaus Club
https://festival.shedhalle.de
Einsendeschluss ist Samstagnacht, 30.04.2016.
Die Einsendung erfolgt über unser Online-Formular.
GENERATE!° befasst sich mit aktuellen Tendenzen der Kunst, die durch
interdisziplinäre Verwendung elektronischer Medien oder den Einsatz
digitaler Technologien bestimmt sind. GENERATE!° interessiert sich dabei
für wechselseitige Beziehungen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik
vor ihrem gesellschaftspolitischen Hintergrund.
GENERATE!° lab findet als eintägiges Minifestival statt und setzt sich
in erster Linie zusammen aus einem jeweils eigenständigen Performance-
und einem Workshop-Teil und ruft hierzu nach Beiträgen auf.
Es steht begrenzt Raum zur Verfügung für installative oder
ortsspezifische Arbeiten (z.B. im Foyer oder der Außenfassade).
Darüber hinaus sind wir sehr aufgeschlossen gegenüber passenden Arbeiten
oder Interventionen im öffentlichen Raum sowie experimentellen
Musikbeiträgen.
Es können Beiträge aus sämtlichen Disziplinen der Kunst und Technik
eingereicht werden, die sich in den umrissenen Bereichen wiederfinden
und einen thematischen Bezug haben.
https://festival.shedhalle.de/konzept
Quelle: Shedhalle Tübingen
https://festival.shedhalle.de/front-page/#ueber-shedhalle
CALL FOR ENTRIES
GENERATE!° lab
Festival für elektronische Künste
Samstag, 28.05.2016 im FabLab und Schlachthaus Club
https://festival.shedhalle.de
Einsendeschluss ist Samstagnacht, 30.04.2016.
Die Einsendung erfolgt über unser Online-Formular.
GENERATE!° befasst sich mit aktuellen Tendenzen der Kunst, die durch
interdisziplinäre Verwendung elektronischer Medien oder den Einsatz
digitaler Technologien bestimmt sind. GENERATE!° interessiert sich dabei
für wechselseitige Beziehungen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik
vor ihrem gesellschaftspolitischen Hintergrund.
GENERATE!° lab findet als eintägiges Minifestival statt und setzt sich
in erster Linie zusammen aus einem jeweils eigenständigen Performance-
und einem Workshop-Teil und ruft hierzu nach Beiträgen auf.
Es steht begrenzt Raum zur Verfügung für installative oder
ortsspezifische Arbeiten (z.B. im Foyer oder der Außenfassade).
Darüber hinaus sind wir sehr aufgeschlossen gegenüber passenden Arbeiten
oder Interventionen im öffentlichen Raum sowie experimentellen
Musikbeiträgen.
Es können Beiträge aus sämtlichen Disziplinen der Kunst und Technik
eingereicht werden, die sich in den umrissenen Bereichen wiederfinden
und einen thematischen Bezug haben.
https://festival.shedhalle.de/konzept
Quelle: Shedhalle Tübingen
https://festival.shedhalle.de/front-page/#ueber-shedhalle
14. April 2016
OPEN CALL Manifesta ZÜRICH
http://m11.manifesta.org/de/m11/zunft-der-kuenstler-open-call
Die Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst
11.6.-18.9.2016 Zürich, Schweiz
Zunft der Künstler OPEN CALL
Im Rahmen der Manifesta 11 wurde am 16. März 2016 die 27. Zunft Zürichs, die Zunft der Künstler, neu gegründet. Zu diesem Zweck soll ab Juni 2016 das gesamte Gebäude an der Spiegelgasse 1 im Zürcher Niederdorf in ein Zunfthaus umgenutzt werden. Nach aussen hin wird ein Erker aus Kunststoff die Transformation des geschichtsträchtigen Gebäudes repräsentieren, von dem vor 100 Jahren die Kunstbewegung Dadaismus ausging. Das Innere verwandelt sich dem Thema der Biennale entsprechend in eine Arbeitswelt in der Art eines Bürogebäudes.
Wir freuen uns den Call for Proposals für das Manifesta 11 Performance Programm anzukündigen. Dieses findet im Zunfthaus Voltaire – Cabaret der Künstler (ehem. Cabaret Voltaire) während der Kunstbiennale Manifesta 11 statt. Wir hoffen, dass du daran interessiert bist, uns eine spezielle Performance vorzuschlagen – eine sogenannte Joint-Venture Performance. Es ist willkommen, wenn du diesen Aufruf auch an weitere Kollegen und Freunde weitergibst. Diese «do-it-yourself events» werden exklusiv für Mitglieder am legendären Geburtsort von Dada stattfinden. Der Zutritt zum Zunfthaus Voltaire – Cabaret der Künstler ist nur den Zunftmitgliedern gestattet. Auch das Manifesta Ticket ist hier nicht gültig.
Download weitere Infos (pdf)
KünstlerInnen können ab sofort hier ihre Projektvorschläge übermitteln.
Initiiert durch
Initiierende Partner
Hauptsponsor
Quelle: © 2016 Manifesta 11 All rights reserved.
12. April 2016
Hideaki Idetsuki - Solitude auf der Linde /// Fr., 14.4.16, 19:30h /// Gedok Galerie Stuttgart
Hideaki Idetsuki
Solitude auf der Linde
Vortrag in der Gedok-Galerie am Freitag, dem14. April 2016, Beginn 19:30 Uhr
In den Arbeiten des japanischen Künstlers Hideaki Idetsuki geht es um Zeit, Raum und Natur, um das Innere und das Äußere. Bewusst unvollendet, verweisen sie auf das Unsichtbare, Subtile und Unterbewusste. 2012 baute er z. B. aus recycelten Materialien eine versteckte Bibliothek in den Bergen des japanischen Dorfes Kamiyama – ein Ort des Rückzugs sowie der Erinnerung. Ein Jahr später konstruierte er filigrane Wolken-Gebilde aus Washi-Papier und Draht, die sich knisternd durch den Raum bewegen und dabei ständig die Form verändern.
Nun wird der ehemalige Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, Hideaki Idetsuki mit einem neuen Projekt Solitude auf der Linde nach Stuttgart zurückkehren und es an diesem Abend seinen Zuhörern vorstellen.
In Solitude auf der Linde, soviel sei an dieser Stelle verraten, geht es um einen Zwickel, eine ungenutzte, brachliegende Fläche, die zu einem geheimen Garten umgestaltet werden soll. Gleichzeitig geschützt und offen, wird ein Rückzugsort entstehen, der die Grenzen zwischen Natur und Kultur, zwischen Innen und Außen verwischt.
GEDOK Stuttgart e.V.
Hölderlinstraße 17
70174 Stuttgart
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem ITO-Projektraum und den Studenten der Universität Stuttgart / Institut IRGE+einszueins realisiert.
Mit freundlicher Unterstützung der Abt-Straubinger-Stiftung und Gedok-Stuttgart e.V.
Quelle: www.gedok-stuttgart.de
4. April 2016
TANZ ES! / DANCE IT! /// Ursula Blickle Stiftung /// EÖ: Sa., 9.4.16 um 19h
TANZ ES! / DANCE IT!
In der dritten Ausstellung zum 25jährigen Jubiläum der Ursula Blickle Stiftung im Kraichtal geht es um eine weitere Facette der Stiftung: das gleichnamige Videoarchiv. Mittlerweile kann dieses sein fast 10jähriges Bestehen feiern. Seit 2012 im Wiener Belvedere beheimatet, widmet es sich der Archivierung und Vermittlung zeitgenössischer Videokunst.
Eröffnung: Samstag, den 9.4.2016 um 19:00 Uhr
Ursula Blickle Stiftung
Mühlweg 18
76703 Krachtal-UÖ
TANZ ES! zeigt Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Archiv, die sich Körpern in Bewegung widmen, wobei der Bezugsrahmen dabei bewusst offen gehalten wird: Tanz als soziales Phänomen wie Marker von Virtuosität, als Disziplinierungsform wie Möglichkeit zur Selbstbeobachtung sowie als unmittelbare künstlerische Ausdrucksform, für die sich immer schon die Frage nach ihrer Repräsentation gestellt hat. Die Geschichte der Darstellbarkeit von Bewegung ist eng mit jener des bewegten Bildes verbunden. Maya Deren etwa, eine der Wegbereiterinnen des Experimentalfilmes über Tanz, entwickelte ihr Konzept des „cinedance“ in den 1940er Jahren. Choreographierte Bewegung in Zeit und Raum sollte nicht nur von Tänzerinnen und Tänzern, sondern auch von der Kamera ausgeführt und später im Schnitt weiterentwickelt werden. Die Möglichkeiten eines Mediums sollten sich mit jenen des anderen verbinden und etwas Neues hervorbringen. Durch die Erfindung der portablen Videokamera Mitte der 1960er Jahre konnte Bewegung schnell und kostengünstig aufgezeichnet und vor allem in Echtzeit wiedergegeben werden. Oftmals wurde dadurch die Kamera wie ein Spiegel als zusätzliche Kontrollapparatur von Gesten und Bewegungen eingesetzt; ein selbst-reflexives Moment, das seitdem immer wieder thematisiert wurde. Zeitgenössische Videokunst, die sich tanzenden Körpern widmet, referenziert einerseits diese reiche Geschichte. Andererseits wird immer wieder aufs Neue versucht, Repräsentationsfragen aufzuwerfen und sich an bestehenden Darstellungsparadigmen zu reiben.
Tanz birgt immer auch die Möglichkeit der Grenzüberschreitung in sich: auf physische Weise durch Selbstdisziplinierung; auf psychischer Ebene durch Erreichen eines Trancezustandes; auf sozialer Ebene, indem der Körper als Träger von Identität als dynamisch und im Fluss begriffen werden kann und die Entsprechung dafür im Tanz findet. Dieses Potential lässt sich auf medialer Seite weiterverfolgen, indem die Ausstellung TANZ ES! auch die Frage nach dem Status des bewegten Bildes im Ausstellungsraum stellt. Gibt es in Zeiten digitalisierter Kinotechnik und oft fetischisiertem 16mm-Film im sogenannten White Cube eine Trennlinie zwischen Film- und Videokunst? Wo liegen die medienspezifischen Qualitäten dieser Formate und Dispositive? Und wie haben neue Möglichkeiten der Distribution den Blick auf und mit diesen Kunstformen verändert?
Kuratorin: Claudia Slanar, Ursula Blickle Videoarchiv, Belevedere Wien
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Theo Altenberg, Rachelle Beaudoin, Philip Bußmann, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Carola Dertnig, Nathalie Koger, Renate Kowanz-Kocer, Annja Krautgasser, Ulrike Lienbacher, Anja Manfredi, MASBEDO, Ella Raidel, Carly Short, Stefanie Seibold
Quelle: www.ursula-blickle-stiftung.de
EÖ: "COMING CLOSER" /// Maria Grazia Sacchitelli /// Stuttgarter Kunstverein e.V. /// Do., 7.4.16 um 19h
»COMING CLOSER«
Zeichnung, Montage, Installation
Maria Grazia Sacchitelli
Vernissage: Donnerstag, 7. April 2016, 19:00 Uhr
im Stuttgarter Kunstverein e.V.
Filderstrasse 34
D-70180 Stuttgart
D-70180 Stuttgart
Aussortiertes Haushaltsmaterial wie Warenverpackungen, Folien, Zeitschriften, usw. werden geschnitten, gefaltet, mit Zeichnungen und Fotos in Verbindung gebracht, übereinander geschichtet und in einem Prozess der Verwandlung zu Bildern und Objekten neu definiert.
Das Vorgefundene und das Gestaltete, die Fotografie und die Zeichnung, Vorder- und Hintergrund, Zwei- und Dreidimensionalität befinden sich in einer Art Schwebezustand.
Die Bestandteile werden oft nicht dauerhaft geklebt, sondern nur übereinander gelegt, durch Klammern gehalten oder lose in einen Bilderrahmen gepresst, der sie vorübergehend zusammenhält.
Schicht um Schicht entsteht eine flüchtige Bildordnung.
Besichtigung gerne nach telefonischer Vereinbarung:
0151-23512024
Finissage: Mittwoch, der 20.4.2016, um 19 Uhr
Quelle: www.maria-grazia-sacchitelli.de
Dank an die
Landeshauptstadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg
23. März 2016
22. März 2016
Ausschreibung zur Ausstellung TextilZeit 09.06. - 03.07.2016 im Kunstverein Nürtingen e.V.
Ausschreibung zur Ausstellung
TextilZeit
09.06. - 03.07.2016
im Kunstverein Nürtingen e.V.
Veranstalter:
Der Kunstverein Nürtingen e.V. ist ein Forum für zeitgenössische Künste und Mitglied im ADKV. Die Galerie des Kunstvereins stellt mit ihrem lichtdurchfluteten Raum in einer alten Industriearchitektur den idealen Ort dar, zeitgenössische Kunst zu inszenieren.
Ausstellungsort:
Der Ausstellungsraum des Kunstvereins Nürtingen befindet sich auf dem Areal der Greiner GmbH in Nürtingen am Rande der Innenstadt. Der Fabrikraum mit großen Fensterfronten stammt aus den 50iger Jahren mit zeittypischem Raster der Fensterflächen und einem Gußasphaltboden. Die umlaufenden Wandflächen sind ca. 280 cm hoch und aus Gipskartonplatten, in die genagelt oder geschraubt werden kann. Es werden keine Stellwände verwendet! Darkrooms für reine Videopräsentationen können nicht hergestellt werde.
Thema: TextilZeit
Die Stadt Nürtingen verwendete einmal den Slogan “Stadt der feinen Strickwaren“ und war Standort von 35 Textilfabriken. Praktisch nichts davon existiert heute noch, fast alle gingen in den 1970iger Jahren in die Insolvenz oder verlagerten die Produktion nach Fernost.
Vor 200 Jahren begann diese TextilZeit Württembergs in Nürtingen mit der ersten Gründung einer Textilfabrik, in deren Resten seit 40 Jahren die Freie Kunstakademie Nürtingen beheimatet ist. Mit der maschinellen Spinnerei von Baumwolle setzte eine Entwicklung ein, die wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg im mittleren Neckartal beitrug. Doch zeigt gerade das Schicksal der Textilbranche, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Diese TextilZeit steht paradigmatisch für die aufeinanderfolgenden Zyklen grundlegender Veränderungen, denen sich unsere Industriegesellschaft stellen muss. Der rasante ökonomisch-industrielle Wandel bedeutet für die allermeisten eine Bedrohung ihrer Identität. Auf der anderen Seite wurde der Begriff Flexibilität jedoch zum Leitbegriff unserer Industriekultur. Es handelt sich hierbei also um ein tiefgreifendes Dilemma, das den meisten jedoch gar nicht bewusst zu sein scheint oder gar geleugnet wird. Wie genau hängt die Faszination am Fortschritt mit der Zerstörung von Identität zusammen?
Gesucht werden künstlerische Positionen, die Fragen nach dem Verlust von Identität durch Fortschritt im Sinne des eingangs skizzierten Falls Nürtingen in ihrer Arbeit direkt oder indirekt thematisieren und dabei einen Bezug zum Textilen erkennen lassen. Eine Verwendung von textilen Materialien ist dabei aber nicht Bedingung! Ein Bezug zum Thema kann ästhetisch in allen erdenklichen Formen vorhanden sein oder hergestellt werden. Auch ein direkter Bezug zum Textilstandort Nürtingen ist nicht Voraussetzung. Die künstlerische Arbeit kann sich auch auf ähnliche Verwerfungen mit vergleichbarer Auswirkung beziehen.
Teilnahme:
Alle Bereiche der Bildenden Kunst sind zugelassen, wobei die örtlichen Bedingungen (siehe oben) zu berücksichtigen sind.
Ein Materialkostenzuschuss kann leider nicht gewährt werden.
Aufbauhilfe ist nach Absprache evtl. möglich.
Bewerbungsunterlagen:
Die Bewerbungen mit einem dafür notwendigen Exposé können formlos erfolgen und sind bis zum 01.05.2016 möglich. Aus den eingegangenen Bewerbungen werden 5 – 7 von einer Jury für eine Realisation bestimmt. Mit einzureichen sind:
Vita
Evtl. Kataloge, wenn diese die eingereichte Arbeit erläutern.
Falls eine Rücksendung erwünscht ist, bitte einen adressierten und frankierten Rückumschlag beilegen.
Reine online-Bewerbungen als PDF-Datei sind möglich!
Teilnahmebedingungen:
An- und Abtransport erfolgen durch die Künstler auf deren Kosten und Risiko.
Technische Geräte (z.B. Monitor, Computer) sollten nach Möglichkeit selbst
gestellt werden. Wir bitten ggfl. um Rücksprache, vielleicht lässt sich eine Lösung finden.
Die Jury erfolgt durch Mitglieder des Ausstellungsgremiums gemeinsam mit
einem externen Juror. Die Mitglieder dieser Jury werden noch bekannt gegeben.
Der Kunstverein Nürtingen kann während der vorherigen Ausstellung bzw.
Veranstaltungen zu den regulären Öffnungszeiten oder nach Absprache
besichtigt werden (näheres siehe Homepage).
Termine:
Ausstellung: 09.06. - 03.07.2016
Bewerbungsschluss: 01.05. - 24.00 Uhr (online, sonst Poststempel)
Bekanntgabe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: bis 13. Mai 2016
Aufbau der Ausstellung: ab 04. Juni 2016
Abholung der Exponate nach Ausstellungsende:
Sonntag, 03.07 2016 von 17 bis 21 Uhr und nach Absprache bis 10.07.
Originale können nach dem 10.07. nicht gelagert werden!
Dokumentation:
Neben der Präsentation in unserem Online - Archiv ist nach der Ausstellung eine Dokumentation geplant. Die Ausstellenden werden gebeten hierfür geeignetes Material zur Verfügung zu stellen.
Quelle:
Kunstverein Nürtingen e.V.
Michael Gompf
1. Vorsitzender
Postfach 1475
72604 Nürtingen
07022 - 41247
Fax - 241140
info@kunstverein-nuertingen.de
www.kunstverein-nuertingen.de
nur Donnerstag und Freitag 20 Uhr /// Das Schweigen zwischen den Worten //// Studio Theater Stuttgart
Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan
Das Schweigen zwischen den Worten
im Studiotheater Stuttgart, Hohenheimerstrasse 44, 70184 Stuttgart
"Atemloser und verzweifelter haben zwei Liebende kaum je um Worte gerungen" (FAZ)
Eine Produktion der freien bühne stuttgart in Kooperation und der Werkstattbühne Stuttgart
Termine: Donnerstag, den 24.03. und Freitag, den 25.03. jeweils 20 Uhr
Eine Produktion der freien bühne stuttgart in Kooperation und der Werkstattbühne Stuttgart
Termine: Donnerstag, den 24.03. und Freitag, den 25.03. jeweils 20 Uhr
Regie. Ulrike Kisten Hanne
Darsteller/in: Ismene Schell, Boris Koneczny
Musik: Arno Bührer
Video: Katja Ritter
"Das Schweigen zwischen den Worten" thematisiert die dramatische
Liebesgeschichte zwischen den beiden wohl bedeutendsten und
einflussreichsten Dichtern der deutschen Nachkriegsliteratur: Paul Celan
und Ingeborg Bachmann.1948 lernen sie sich in Wien kennen, verbringen einige Wochen gemeinsam, bis Celan nach Paris weiterreist. 1952 heiratet Celan, 1957 begegnen sie sich erneut auf einer Tagung.
2009 erschien unter dem Titel »Herzzeit« der Briefwechsel der beiden Schriftsteller, der bis ins Jahr 1961 reicht und von der Presse als Sensation gefeiert wurde.
Der Briefwechsel ist ein exemplarisches und drastisches Dokument des existentiellen Ringens um Worte und Metaphern, um eine Sprache, die das Unaussprechliche zum Ausdruck bringen soll. Sprache und Dichtung sind Überlebens-Mittel, durch die sich die beiden Dichter ihre Liebe, ihre Menschenwürde, ihre innere Wider-standskraft und ihr Selbstwertgefühl bewahren.
Die Inszenierung zeichnet den spannungsreichen Liebes- und Überlebenskampf zweier ganz unterschiedlicher Protagonisten nach, die trotz dramatischer Missverständnisse und der Angst vor Verletzung gemeinsam um die Unversehrtheit ihrer tiefen geistigen und emotionalen Verbundenheit ringen. Indem sie den anderen retten, retten sie sich selbst.
STUDIO THEATER Stuttgart
Hohenheimer Straße 44
70184 Stuttgart
Tel.: 0711 / 24 60 93
Fax: 0711 / 236 14 82
info@studiotheater.de
Preis: 15,00 € / erm. 12,00 €
Reservierung: 0711-246093
Quelle und Info:
www.studiotheater.de
14. März 2016
EÖ: Fr., 18. 3.16, 19 Uhr /// „qui donne de l´ombre“ /// Klavierzimmerausstellung Kunstakademie Esslingen
„qui donne de l´ombre“
von Kerstin Schaefer
-eine interaktive, raumbezogene Kabinett-Ausstellung
mit Malerei, Grafik & Licht zum Thema „Schatten“-
mit Performance am Eröffnungsabend
in der Kunstakademie Esslingen
„Klavierzimmer“
Fritz-Müller Str. 1
73730 Esslingen
Ausstellungsdauer: 18.03.2016 - 18.09.2016
- die Ausstellung verändert sich im Laufe der Zeit...
Öffnungszeiten: Mo. und Mi. 8.30 - 12.30 Uhr und
während der laufenden Kurse
In ihrer Ausstellung
„qui donne de l´ombre“
beschäftigt sich Kerstin Schaefer raumbezogen mit dem
Blick auf die unbekannte Seite der Dinge, mit Blicken in und auf die Dinge hinter
den Dingen und in die Tiefen der Dinge.
Die dunkle Seite des Dings, die zuerst ungesehene –
wie ist sie beschaffen, was zeigt sie auf?
Was oder wer
ist überhaupt in der Lage, einen Schatten zu werfen?
"..."Aber dies will ich Dir zugeben, dass Nandisipoh
einen Schatten wirft." Dies ist die größte Anerkennung, die ein ´Takwena
einer Frau zollen kann. Es bedeutet, sie besitzt beides, Schönheit und
Charakter. Dann brach er unvermittelt ab..." aus Laurens van der Post
Afrika-Roman "Flamingofeder"(1955)
Rückseitiges: Dunkle, weil unbeleuchtete oder
unbekannte Seiten von uns oder von Objekten, die uns oft so unbekannt und also
manchmal bedrohlich vorkommen, könnten bekanntermaßen Juwelen in sich bergen und das Ganze
erst ganz und gut sein lassen. Sie stehen im Fokus und werden durch
verschiedene künstlerische Eingriffe und Vorhaben im Raum thematisiert.
Dies wird zu einer sich im Laufe von 6 Monaten verwandelnden
orts- und raumbezogenen Inszenierung von Zeichnung, Malerei, Skulptur, Material
und Licht im Ausstellungsraum Klavierzimmer führen, die immer weiter wächst und
sich konstant verändert während der Ausstellungszeit.
...eine Art Wunderkammer mit Laborcharakter, die auch
Refugium und Ort der Selbst- und Weltbegegnung für die Besucher sein kann, die
sich ein wenig einlassen auf den Raum und all die darin behausten Dinge und
Botschaften.
Zur Eröffnung am Freitag, dem 18. März 2016 ab 19 Uhr
wird Kerstin Schaefer im Rahmen einer zeichnerischen „Schattenperformance“ ad hoc-Kalligrafien für das
interessierte Publikum anfertigen.
Kunstakademie Esslingen
Fritz-Müller Str. 1
73730 Esslingen
Tel. 0711-3109 363
info@kunstakademie-es.de
www.kerstinschaefer.com
11. März 2016
EÖ AKKU //// Fr., 11.3.16, 19:00 Uhr //// S T : R U N G Künstlerische Strategien der Störung
S T : R U N G
Künstlerische Strategien der Störung
Janusz Czech (D/PL), Barbara Hindahl (D), Lazar Lyutakov (BG/A), Ana Navas (ECU/VE),
Raphael Montañez Ortiz (US), Rudolf Reiber (D), Thomas Straub (D), Pilvi Takala (FIN/D)
Welche bildnerischen und performativen Strategien der Störung und Dechiffrierung entwickeln Künstlerinnen und Künstler, um gesellschaftliche und mediale Funktionsweisen zu hinterfragen? Die Ausstellung ST:RUNG versammelt zu dieser Fragestellung acht internationale Positionen vornehmlich zeitgenössischer Kunst. Die unterschiedlichen medialen Verfahren und Strategien reichen von Interventionen in Alltagssituationen über Fragen der Autorschaft und Corporate Identity bis hin zur Destruktion historischer Hollywood-Filmsequenzen. Das Beziehungsgeflecht unterschiedlicher Referenzebenen in den jeweiligen Arbeiten verspricht ein irritierendes Spiel mit der Wahrnehmung unter Rückbezug auf unseren eigenen Alltag.
(Kuratiert von Kristof Georgen, Christine Gläser, Christoph Poetsch, Anne Römpp)
Eröffnung:
Freitag, 11. März 2016, 19:00 Uhr
Begrüßung: Clemens Ottnad
Einführung: Christoph Poetsch
Ausstellungsdauer:
12. März – 08. April 2016
Öffnungszeiten:
Mi – Fr 14.00 – 18.00 Uhr
Teilnahme an der Langen Nacht der Museen
Samstag, 2. April 2016, 19.00 – 02.00 Uhr
AKKU
Gerberstraße 5c
70178 Stuttgart
Der AKKU Projektraum ist eine gemeinsame Initiative des Künstlerbundes Baden-Württemberg
und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
link & Quelle: www.kuenstlerbund-bawue.de
8. März 2016
WKV Stuttgart: 9. & 11.3.2016: KURATORENFÜHRUNG & Veranstaltung „DE-COLONIZING ART INSTITUTIONS?"






WKV Stuttgart: Erinnerung: KURATORENFÜHRUNG + Veranstaltung „DE-COLONIZING ART INSTITUTIONS?"
WKV Stuttgart
Mittwoch, 9. März 2016, 19 Uhr
KURATORENFÜHRUNG
zur Ausstellung
JORGE RIBALTA. MONUMENTMASCHINE
Eine Ausstellung über die Beziehungen zwischen Dokumentarfotografie,
kulturellem Erbe und Nationalismus
Freitag, 11. März 2016, 19 Uhr
PRÄSENTATION + DISKUSSION
De-Colonizing Art Institutions
Eine Veranstaltung von und mit
Dorothee Richter, Ronald Kolb und Studierende des
Postgraduate Programme in Curating
Zurich University of the Arts
Veranstaltung in englischer Sprache
Quelle & Info:
WKV
Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2
D-70173 Stuttgart
Fon: +49 (0)711 - 22 33 70
Fax: +49 (0)711 - 29 36 17
www.wkv-stuttgart.de
| WKV-Plakat |
Jorge Ribalta. Monumentmaschine
(WKV-) EINFÜHRUNG:
Vom 20. Februar bis zum 1. Mai 2016 zeigt der Württembergische Kunstverein mit Monumentmaschine die erste Einzelausstellung des spanischen Fotokünstlers, Theoretikers und Kurators Jorge Ribalta (geb. 1963 in Barcelona) in Deutschland.
Ribaltas meist umfangreiche Serien aus analogen Schwarzweißfotografien, die in den Diskursen der kritischen und politisch engagierten künstlerischen Dokumentarfotografie der 1970er-Jahre (Allan Sekula, Martha Rosler, Jo Spence etc.) verankert sind, nehmen eher das Nebensächliche und Unterschwellige, denn das Vordergründige oder Spektakuläre in den Blick. Sie kreisen um national und historisch aufgeladene Orte oder Figuren, um deren Konstruktion durch Medien wie Fotografie und Film, Kultur- und Tourismusindustrie.
Ribalta arrangiert seine Serien, die bis zu 200 Fotografien umfassen, zu dichten räumlichen Ensembles. Angeordnet in mehreren horizontalen und vertikalen Reihen, ergeben sich dabei multiple Lesweisen. Für die Ausstellung im Kunstverein entsteht überdies ein eigens entwickeltes Display, das auch Anschlüsse, Brüche und Kehrtwenden zwischen den Serien erlaubt.
Monumentmaschine zeigt eine Auswahl von sechs Serien, in denen Ribalta die Beziehungen zwischen Dokumentarfotografie, kulturellem Erbe und Nationalismus untersucht. Es geht um die Frage, welche Rolle Monumente und die heutigen Kulturerbeindustrien im Hinblick auf die Reproduktion und Verinnerlichung nationalstaatlicher Identitäten, Ideologien und Fiktionen spielen – und welche Bedeutung der Fotografie dabei seit ihrer Erfindung zukommt.
Die Ausstellung basiert auf der gleichnamigen, vom Centro Guerrero in Granada und der Fundación Helga de Alvear in Cáceres koproduzierten Einzelschau, die die Serien Unbezähmter Laokoon (2010–11), Scrambling (2011), und Imperium (oder K.D.) (2013–14) umfasst.
In diesen drei Arbeiten geht es um Ikonen und Monumente, die, wie der Flamenco, die Alhambra oder Karl V., das „Spanische“ schlechthin repräsentieren – wobei gerade der Flamenco, der seine Wurzeln in den Kulturen der Roma bzw. Kalé hat, sowie die Alhambra, die von der Zeit der muslimisch-maurischen Nasridenherrschaft in Granada zeugt, eigentlich auf die transnationale Vermischung kultureller Identitäten verweisen. Karl V. (1500–1558), erster König von Spanien und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, steht wiederum für die imperialistische Expansion Spaniens als jenes habsburgische Weltreich, in dem „die Sonne nie untergehen“ sollte.
Darüber hinaus zeigt die Ausstellung die Serien Renaissance. Szenen des industriellen Wandels im Bergbaurevier von Nord-Pas-de-Calais (2014), Petit Grand Tour (2007), und Carnac, 1. August 2008 (2008). Der Wandel von der Schwer- hin zur Freizeit- und Kreativindustrie sowie die touristische Konstruktion und Vermarktung von Antike und Prähistorie stehen hier im Vordergrund.
Historische Referenzen
Die Fotografie steht seit jeher im Dienst von Denkmalpflege und nationalem Kulturerbe. Als Ausgangspunkt gilt dabei die 1851 von der französischen Commission des monuments historiques unter Vorsitz von Prosper Mérimée – dem Autor von Carmen (1845), jenem Roman, der bis Heute Stereotypen des „Spanischen“ und Flamencos erzeugt – in Auftrag gegebene Mission Héliographique: eine umfangreiche fotografische Erfassung und Katalogisierung der historischen Denkmäler und Monumente Frankreichs.
Die Mission Héliographique wurde zum Vorbild für zahlreiche weitere Projekte dieser Art: darunter auch das berühmte, in den 1930er-Jahren durchgeführte Fotoprogramm der Farm Security Administration (FSA) in den USA. Dieses bezog sich bekanntlich nicht auf Monumente, sondern zielte auf eine soziale Kartografie – eine Kartografie der ländlichen Armut – im Geiste des New Deals ab, jenem sozialen und ökonomischen Reformprogramm, das in Folge der Weltwirtschaftskrise etabliert wurde. Das Fotoprojekt der FSA sollte, mit KünstlerInnen wie Dorothea Lange und Walker Evans an der Spitze, prägend für die frühen – mittlerweile weitgehend in Frage gestellten – Diskurse der Dokumentarfotografie als Garant von Transparenz und Wahrheit werden.
Ein zeitgleiches Äquivalent der Mission Héliographique stellte das Werk des britischen, in Spanien ansässigen Fotografen Charles Clifford dar, der zwischen 1854 und 1864 eine umfassende fotografische Dokumentation der historischen Stätte und Monumente Spaniens anfertigte und diese unter anderem in der Publikation A Photographic Scramble through Spain veröffentlichte: Ein Touristenführer über Spanien, der sich an ausländische (insbesondere britische) BesucherInnen wandte und der die Alhambra als Höhepunkt des spanischen Kulturerbes feiert.
Ansätze
Jorge Ribaltas Praxis und theoretische Auseinandersetzung mit der Dokumentarfotografie setzt an dieser Nähe zwischen Fotografie, Kulturgut und den Fiktionen von nationaler Identität an. Seine Fotografien zielen weder auf Transparenz noch Wahrheit ab, sondern untersuchen die der Fotografie – als Technik, Maschine und kulturellem Apparat – innewohnenden Strukturen der Bedeutungsproduktion. Seine fotografischen Annäherungen an Monumente und nationale Ikonen bilden Anti-Monumente und Anti-Ikonen, indem sie zum Beispiel die Infrastrukturen und den Betrieb „hinter den Kulissen“ dieser Schauplätze – von den ArbeiterInnen und diversen Arbeitsstätten bis zu den Marketingstrukturen der Kulturindustrie – hervorheben. Es geht um das Monument als Maschine und um die Betrachtung der Funktionsweisen und Effekte dieser Maschine.
Ribaltas Arbeiten bestehen aus dichten Serien von kleinformatigen Abzügen. Nicht das einzelne, in sich abgeschlossene Bild steht im Vordergrund, sondern das, was sich zwischen den Bildern ereignet. Aby Warburgs unvollständig gebliebener Atlas Mnemosyne (1924-1929) dient ihm dabei ebenso als Referenz wie die etwa zeitgleich entstehende Faktografie-Theorie von Sergei Tretjakow. Nach Tretjakow ist es nicht nur die Unterbrechung von Bewegung, die es der Fotografie erlaubt, komplexe soziale Zusammenhänge aufzuzeigen, sondern bedürfe es hierzu auch der Anordnung in Serien, der Herstellung von Beziehungen zwischen den Bildern.
EÖ Kunststiftung Mi., 09.3.16, 19:30 h Gerold Miller "...they called me the framemaker" & Künstlergespräch 11.3.16 um 19 h
Gerold Miller "...they called me the framemaker"
Ausstellungseröffnung:
Haus der Kunststiftung, Gerokstr. 37, 70184 Stuttgart
Die Kunststiftung Baden-Württemberg lädt am Mittwoch, den 09. März 2016 um 19:30 Uhr herzlich zur Ausstellungseröffnung »...they called me the framemaker« des international renommierten Künstlers und ehemaligen Stipendiaten Gerold Miller ein.
Nach der Begrüßung durch Bernd Georg Milla, Geschäftsführer der Kunststiftung Baden-Württemberg, und einem Grußwort von Brigitte Lösch MdL, Beiratsvorsitzende der Kunststiftung Baden-Württemberg, hält Dr. Sven Beckstette, Kurator am Kunstmuseum Stuttgart, eine Einführung. Der Künstler ist anwesend.
Der Titel »...they called me the framemaker« nimmt Bezug auf Millers künstlerische Anfänge in Stuttgart, wo er bereits konsequent an der Reduktion des Bildes und des Bildträgers gearbeitet hat. Ergänzend dazu wird der gewählte Lebensmittelpunkt Berlin mit der Arbeit „I love Kreuzberg“ thematisiert.
Die aktuelle Arbeit «set 303« von 2016 gehört zu einer neuen Werkgruppe und verweist auf seine kommende Schau in der Kunsthalle Weishaupt, Ulm. Dort wird erstmals im Südwesten Deutschlands eine umfassende Werkschau neuen Skulpturen gegenübergestellt.
Öffnungszeiten:
10. März 2016 bis 14. Mai 2016
Mi-Fr: 14:00–18:00 Uhr
Sa: 11:00–14:00 Uhr
An Sonntagen sowie zwischen den Feiertagen geschlossen.
Künstlergespräch Freitag, 11. März 2016, 19:00 Uhr
Haus der Kunststiftung, Gerokstraße 37, 70184 Stuttgart
Eine weitere Gelegenheit, die Arbeit Gerold Millers kennenzulernen, wird es am Freitag, den 11. März 2016 im Rahmen eines Künstlergesprächs geben. In der aktuellen Ausstellung "...they called me the framemaker" wird Madeleine Frey vom Landesmuseum Württemberg mit Gerold Miller über seine künstlerische Entwicklung sowie das Thema „Künstler als Sammler“ sprechen.
Kunststiftung Baden-Württemberg
Gerokstraße 37
70184 Stuttgart
www.kunststiftung.de
Zu Fuß:
Fußgängerzugang über Gerokstraße (Treppen)
Barrierefreier Zugang über Gänsheidestraße/Hillerstraße
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Stadtbahn U 15
Richtung Ruhbank
Haltestelle Stafflenbergstraße
Zur VVS Fahrplanauskunft
7. März 2016
"Prinzessinnen und Heilige" Di., 8.3.16, 20:30 h /// Fashion Show-Performance von Justyna Koeke /// Stadtbibliothek Stuttgart
JUSTYNA KOEKE

Mailänder Platz 1
70173 Stuttgart
„Prinzessinnen und Heilige“ ist ein partizipatives Performanceprojekt der Künstlerin Justyna Koeke. An der Fashion Show-Performance beteiligen sich 15 Stuttgarter Seniorinnen als Models und präsentieren am 8. März 2016 im Herzen der Stuttgarter Stadtbibliothek eine Kollektion von skulpturalen Kostümen, die Koeke nach eigenen Kinderzeichnungen entworfen hat.
„Prinzessinnen und Heilige“ bewegt sich zwischen Skulptur und Performance, bezieht aber auch Mode, Musik, Choreografie, Fotografie sowie artistic research zu Frauenbildern in verschiedenen Kontexten mit ein.
Die Fashion Show-Performance wählt den internationalen Frauentag um ältere Frauen in den Fokus und ins Rampenlicht zu stellen. Humorvoll, energiegeladen und positiv präsentieren sich die Seniorinnen im öffentlichen Raum als surreal-fantastische Prinzessinnen und Heilige. Spartenübergreifend ist die Veranstaltung in vielerlei Hinsicht als Hommage an die Weiblichkeit gedacht: gemeinsam erarbeiten die Künstlerinnen Justyna Koeke (Skulpturen/Konzeption), Lisa Thomas (Choreografie), Monika Nuber und Katharina Wibmer (Komposition/Musik) eine Performance, die die Frauen - auch im Alter - feiert.
Die Künstlerinnen/Musikerinnen Monika Nuber und Katharina Wibmer begleiten die Choreografie live mit einer Komposition aus osteuropäisch-folkloristischen Klängen mit experimenteller/Neuer Musik. Vor der Fashion Show zeigt die finnische Künstlerin Mimosa Pale ihre "Cotton Candy Performance", bei der sie sich in Zuckerwatte "kleidet".
Ausgangspunkt für das Projekt ist die skulpturale Modekollektion, die Justyna Koeke anhand von Zeichnungen aus Ihrer Kindheit in Polen entworfen hat, eine Kollektion tragbarer Skulpturen. Sie und ihre Schwester haben im Kindesalter ihre damaligen Heldinnen gemalt, durchweg Prinzessinnen und Heilige in liebevoll-fantastischen Kostümen. Diese bunten, detailverliebten Entwürfe hat sie nun in die Realität übertragen und Kostüme geschneidert, die ebenso sehr Skulptur sind wie Haute Couture, aber auch als Reenactment vergangener Träume erscheinen.
Die Performerinnen werden als Models mit den Kunstwerken interagieren, als Prinzessinnen und Heilige inszeniert erwecken sie die Skulptur gewordenen Kindheitsträume performativ zum Leben.
Die Veranstaltung von Kunstverein Gästezimmer e.V. findet in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart, dem Augustinum Killesberg und der Begegnungsstätte für ältere Menschen Bischof-Moser-Haus statt.
Im Mai 2016 findet im KV Gästezimmer eine Ausstellung statt, bei der großformatige Fotografien der als Prinzessinnen und Heilige inszenierten Seniorinnen in direkter Gegenüberstellung zu den Zeichnungen, gezeigt werden. Begleitend erscheint ein Katalog.
Konzeption, Kollektion: Justyna Koeke www.justynakoeke.com
Choreografie: Lisa Thomas
Musik: Monika Nuber/Katharina Wibmer
Fotografie: David Spaeth
Gastperformance: Mimosa Pale: "Cotton Candy Performance"
Produktionsleitung/Öffentlichkeitsarbeit: Birgit Gebhard, gebhard.birgit@gmail.com,
0157-30323135
Quelle: kunstvereingaestezimmer.de
KV Gästezimmer e.V.
Vaihinger Str. 140
70567 Stuttgart-Möhringen
U5 / U6 bis Haltestelle Vaihingerstrasse
mobil: 01785590578
mail: kv-gaestezimmer@gmx.de
mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Stuttgart
Dienstag, 8. März 2016, 20:30 Uhr
in der Stadtbibliothek Stuttgart
Mailänder Platz 1
70173 Stuttgart
„Prinzessinnen und Heilige“ ist ein partizipatives Performanceprojekt der Künstlerin Justyna Koeke. An der Fashion Show-Performance beteiligen sich 15 Stuttgarter Seniorinnen als Models und präsentieren am 8. März 2016 im Herzen der Stuttgarter Stadtbibliothek eine Kollektion von skulpturalen Kostümen, die Koeke nach eigenen Kinderzeichnungen entworfen hat.
„Prinzessinnen und Heilige“ bewegt sich zwischen Skulptur und Performance, bezieht aber auch Mode, Musik, Choreografie, Fotografie sowie artistic research zu Frauenbildern in verschiedenen Kontexten mit ein.
Die Fashion Show-Performance wählt den internationalen Frauentag um ältere Frauen in den Fokus und ins Rampenlicht zu stellen. Humorvoll, energiegeladen und positiv präsentieren sich die Seniorinnen im öffentlichen Raum als surreal-fantastische Prinzessinnen und Heilige. Spartenübergreifend ist die Veranstaltung in vielerlei Hinsicht als Hommage an die Weiblichkeit gedacht: gemeinsam erarbeiten die Künstlerinnen Justyna Koeke (Skulpturen/Konzeption), Lisa Thomas (Choreografie), Monika Nuber und Katharina Wibmer (Komposition/Musik) eine Performance, die die Frauen - auch im Alter - feiert.
Die Künstlerinnen/Musikerinnen Monika Nuber und Katharina Wibmer begleiten die Choreografie live mit einer Komposition aus osteuropäisch-folkloristischen Klängen mit experimenteller/Neuer Musik. Vor der Fashion Show zeigt die finnische Künstlerin Mimosa Pale ihre "Cotton Candy Performance", bei der sie sich in Zuckerwatte "kleidet".
Ausgangspunkt für das Projekt ist die skulpturale Modekollektion, die Justyna Koeke anhand von Zeichnungen aus Ihrer Kindheit in Polen entworfen hat, eine Kollektion tragbarer Skulpturen. Sie und ihre Schwester haben im Kindesalter ihre damaligen Heldinnen gemalt, durchweg Prinzessinnen und Heilige in liebevoll-fantastischen Kostümen. Diese bunten, detailverliebten Entwürfe hat sie nun in die Realität übertragen und Kostüme geschneidert, die ebenso sehr Skulptur sind wie Haute Couture, aber auch als Reenactment vergangener Träume erscheinen.
Die Performerinnen werden als Models mit den Kunstwerken interagieren, als Prinzessinnen und Heilige inszeniert erwecken sie die Skulptur gewordenen Kindheitsträume performativ zum Leben.
Die Veranstaltung von Kunstverein Gästezimmer e.V. findet in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart, dem Augustinum Killesberg und der Begegnungsstätte für ältere Menschen Bischof-Moser-Haus statt.
Im Mai 2016 findet im KV Gästezimmer eine Ausstellung statt, bei der großformatige Fotografien der als Prinzessinnen und Heilige inszenierten Seniorinnen in direkter Gegenüberstellung zu den Zeichnungen, gezeigt werden. Begleitend erscheint ein Katalog.
Konzeption, Kollektion: Justyna Koeke www.justynakoeke.com
Choreografie: Lisa Thomas
Musik: Monika Nuber/Katharina Wibmer
Fotografie: David Spaeth
Gastperformance: Mimosa Pale: "Cotton Candy Performance"
Produktionsleitung/Öffentlichkeitsarbeit: Birgit Gebhard, gebhard.birgit@gmail.com,
0157-30323135
| Fotografie: David Spaeth |
Quelle: kunstvereingaestezimmer.de
KV Gästezimmer e.V.
Vaihinger Str. 140
70567 Stuttgart-Möhringen
U5 / U6 bis Haltestelle Vaihingerstrasse
mobil: 01785590578
mail: kv-gaestezimmer@gmx.de
mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Stuttgart
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